Karriereförderung mit Profil: Neue Emmy Noether- und Heisenberg-Projekte aufgenommen

Im zweiten Quartal 2025 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft 33 Wissenschaftler*innen neu in das Emmy Noether- und Heisenberg-Programm aufgenommen. Beide Förderlinien zählen zu den wichtigsten Instrumenten für den wissenschaftlichen Karriereaufbau in Deutschland. Mehrere der geförderten Projekte setzen zentrale Impulse für die Materialwissenschaft – etwa im Bereich hierarchischer Defektstrukturen, flexibler Metamaterialien oder chemisch komplexer Legierungen.

Mit dem Emmy Noether-Programm und dem Heisenberg-Programm bietet die DFG zwei etablierte Förderlinien für unterschiedliche Karrierestufen in der Wissenschaft. Beide Programme richten sich an exzellent qualifizierte Wissenschaftler*innen und unterstützen sie dabei, ihre Forschung eigenständig weiterzuentwickeln und sich langfristig für eine wissenschaftliche Leitungsfunktion zu qualifizieren.

Emmy Noether-Programm: Eigenständige Gruppenleitung für den wissenschaftlichen Nachwuchs
Das Emmy Noether-Programm richtet sich an herausragende Postdocs und befristet beschäftigte Juniorprofessor*innen in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Laufbahn. Ziel ist es, durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe innerhalb von sechs Jahren die Voraussetzungen für eine Berufung auf eine Professur zu schaffen. Nicht antragsberechtigt sind Juniorprofessor*innen mit bereits positiv abgeschlossener Zwischenevaluation.

Im Zeitraum April bis Juni 2025 wurden 15 Wissenschaftler*innen neu in das Emmy Noether-Programm aufgenommen. Relevante Projekte aus der Materialwissenschaft:

  • Dr.-Ing. Zhuocheng Xie (RWTH Aachen): Hierarchisches Defektengineering für intermetallisches Design
  • Dr. Aniket Pal Ph.D. (Universität Stuttgart): Viskoelastische Instabilitäten für physikalisch intelligente, flexible mechanische Metamaterialien
  • Dr. Hannes Pfeifer (TU München): Optisch kontrollierte mechanische Metamaterialien – Steuerung von Vibration auf einem Chip

Heisenberg-Programm: Forschung auf höchstem Niveau mit Blick auf die Professur
Das Heisenberg-Programm richtet sich an Wissenschaftler*innen, die bereits alle Voraussetzungen für eine unbefristete Professur erfüllen – etwa durch das Emmy Noether-Programm, Projektleitungen, Habilitationen oder habilitationsäquivalente Leistungen. Auch positiv zwischenevaluierte Juniorprofessor*innen, Rückkehrer*innen aus dem Ausland und international qualifizierte Wissenschaftler*innen, die in Deutschland tätig werden möchten, gehören zur Zielgruppe.

Nach Aufnahme in das Programm stehen vier Fördervarianten zur Auswahl:
Heisenberg-Professur, Heisenberg-Stelle, Heisenberg-Rotationsstelle und Heisenberg-Stipendium, die je nach individueller Situation auch kombiniert werden können. Ziel ist es, an einem Ort der Wahl eigenständige Forschungsprojekte fortzusetzen und die wissenschaftliche Sichtbarkeit weiter auszubauen.

Im zweiten Quartal 2025 wurden 18 neue Forscher*innen in das Heisenberg-Programm aufgenommen. Für die Materialwissenschaft besonders relevant:

  • Dr. Fritz Körmann (Ruhr-Universität Bochum): Nahordnung, Phasenstabilität und Defekte in chemisch komplexen Legierungen

Die Auswahl dieser Projekte unterstreicht die Rolle der Materialwissenschaft als integrative Disziplin an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und technologischer Anwendung.