Forschungslandschaft am IPP und Einstieg in das Thema
Zu Beginn der Sitzung des AK „Mechanisches Werkstoffverhalten bei hoher Temperatur“ stellte Prof. Rudolf Neu die Forschung am IPP, insbesondere im Bereich der Fusionswerkstoffe, vor und hieß die Teilnehmenden herzlich willkommen. Diese Einordnung bildete den Rahmen für die anschließenden Beiträge und verdeutlichte die enge Verzahnung von Werkstoffentwicklung und Fusionsforschung.
Breites Themenspektrum zu Superlegierungen und Hochtemperaturverhalten
In insgesamt zehn Fachvorträgen wurden die Themen Hochtemperaturwerkstoffe und ihre mechanischen Verhalten addressiert. Besonders im Fokus standen klassische Werkstoffe wie Nickelbasissuperlegierungen sowie Wolframwerkstoffe für die Anwendung in Fusionsreaktoren. Ergänzend wurden neue Eisen- und Cobaltbasissuperlegierungen, Einflüsse von Wasserstoff, additivgefertigte Titanlegierungen und die Charakterisierung der Werkstoffe mittels hochenergetischer Röntgenbeugung thematisiert. Auch die Bestimmung elastischer Eigenschaften mittels Resonanz-Ultraschall-Spektroskopie fand Beachtung. Ein Highlight der Veranstaltung war der Vortrag von Dr. Johann Riesch, der tiefere Einblick in neuartige „Wolframfaser-verstärkte Wolframverbundwerkstoffe“ gab.
Ausblick und Synergien mit der MSE 2026
Im Anschluss an die Vorträge wurde das weitere Vorgehen des Arbeitskreises sowie der Ort und Termin des nächsten Treffens besprochen. Dr. Neumeier informierte zudem über zwei Symposien zu den Themen „Metallic High Temperature Materials for Structural Applications“ und „Materials for Plasma Facing Components in Future Fusion Reactors“ im Rahmen der MSE 2026.
Einblicke in die Forschungseinrichtungen des IPP
Eine Führung am IPP rundete den Tag ab. Die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, während der Führung interessante Einblicke in die ASDEX Upgrade-Versuchsanlage zur Entwicklung von Fusionsreaktoren (siehe Foto), den Wärmeflussteststand GLADIS sowie den Tandembeschleuniger zu gewinnen.
Die DGM-Geschäftsstelle dankt dem IPP in Garching und hier im Besonderen Herrn Dr. Daniel Dickes und Herrn Prof. Rudolf Neu für die Gastfreundschaft sowie Herrn PD Dr. Neumeier für die gelungene Organisation.