Eigenspannungen verstehen und gezielt nutzen: Fortbildung für optimierte Fertigungsprozesse

Eigenspannungen sind ein oft unterschätzter Faktor in der Fertigungstechnik, der jedoch maßgeblich die Qualität und Lebensdauer von Bauteilen beeinflusst. In der Fortbildung „Entstehung, Ermittlung und Bewertung von Eigenspannungen“ am 23. – 25. März 2026 in Karlsruhe erhalten Teilnehmende fundiertes Wissen darüber, wie Eigenspannungen entstehen, gemessen und gezielt genutzt werden können, um Fertigungsprozesse zu optimieren und die Produktqualität zu steigern.

Eigenspannungen sind innere Spannungen, die während der Fertigung in Bauteilen entstehen. Diese Spannungen sind entscheidend für das mechanische Verhalten von Werkstoffen und spielen eine zentrale Rolle in der Materialermüdung, der Lebensdauer und der Stabilität von Bauteilen. Sie entstehen bereits bei den ersten Fertigungsschritten und können durch unterschiedliche Bearbeitungsverfahren wie Gießen, Walzen oder auch durch additive Fertigung beeinflusst werden. 

In der Fortbildung „Entstehung, Ermittlung und Bewertung von Eigenspannungen“ werden Fachleute aus verschiedenen Industrien, darunter Maschinenbau, Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrt, in die Entstehung, Messung und Analyse von Eigenspannungen eingeführt. Ziel der Veranstaltung ist es, den Teilnehmenden praxisnahe Kenntnisse zu vermitteln, die sie direkt in ihren Fertigungsprozessen anwenden können. 

Zu den zentralen Themen der Fortbildung gehören: 

  • Entstehung und Messung von Eigenspannungen: In diesem Modul erhalten die Teilnehmenden eine fundierte Einführung in moderne Verfahren zur Spannungsanalyse. Dazu zählen röntgenographische und neutronographische Methoden sowie mechanische Techniken. Anhand von Praxisbeispielen lernen die Teilnehmenden, wie Eigenspannungen während der Fertigung entstehen und wie sie zuverlässig gemessen werden können.
  • Optimierung von Fertigungsprozessen: Ein wichtiger Fokus liegt auf der Optimierung von Fertigungsprozessen, die durch Eigenspannungen beeinflusst werden. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie durch gezielte Prozesskontrolle, z. B. beim Gießen, Walzen oder in der additiven Fertigung, Eigenspannungen minimieren und so die Bauteilqualität nachhaltig verbessern können.
  • Eigenspannungen in der additiven Fertigung: Besonders in der additiven Fertigung ist die genaue Kontrolle der Eigenspannungen eine Herausforderung. In diesem Programmpunkt werden die Teilnehmenden mit den spezifischen Spannungsproblemen in der additiven Fertigung vertraut gemacht und lernen, wie sie diese durch angepasste Prozessparameter gezielt steuern können.
  • Eigenspannungen in Fügeverfahren: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Fügen von Bauteilen. Schweiß-, Klebe- und Nieteverfahren bringen oft unerwünschte Eigenspannungen mit sich. In diesem Teil der Fortbildung lernen die Teilnehmenden, wie sie durch geeignete Verfahren und Nachbehandlungen die Auswirkungen dieser Spannungen verringern und so die Zuverlässigkeit der gefügten Bauteile erhöhen.
  • Überlagerung von Last- und Eigenspannungen: Am letzten Tag der Fortbildung wird das komplexe Zusammenspiel von externen Lasten und bereits vorhandenen Eigenspannungen behandelt. Die Teilnehmenden lernen, wie sie diese Spannungen bei der Bauteilauslegung berücksichtigen und so die Belastbarkeit und Lebensdauer ihrer Produkte erhöhen. 

Die Fortbildung richtet sich an Fachleute aus verschiedenen Bereichen wie Maschinenbau, Materialwissenschaften, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Fertigungstechnik. Sie bietet eine ideale Gelegenheit, um praxisrelevante Techniken zu erlernen und das Wissen zur Optimierung von Fertigungsprozessen und Produktqualität auf den neuesten Stand zu bringen. 

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