Editorial Dezember 2025 | Ein Jahr voller Bewegung, Zusammenarbeit und echtem Fortschritt

Wenn wir auf 2025 zurückblicken, sehen wir kein abstraktes Jahresprogramm, sondern viele konkrete Momente, Gespräche und Ideen, die sich zu etwas Größerem zusammengefügt haben. Für uns war die DGM auch in diesem Jahr ein Ort, an dem Menschen aus Forschung, Industrie und Lehre zusammenkommen, um Materialwissenschaft und Werkstofftechnik weiterzudenken und sichtbar zu machen.

Diese Vielfalt hat sich besonders im Veranstaltungskalender gezeigt. Eine breite Vielfalt an Fortbildungen, intensive Tagungen und eine ganze Reihe kostenfreier Webinare haben Wissen vermittelt und gleichzeitig den Raum geschaffen, aktuelle Herausforderungen offen zu diskutieren. Themen wie nachhaltige Werkstoffkreisläufe, KI in der Materialforschung oder moderne Analysemethoden haben verdeutlicht, wie breit und zugleich zukunftsgerichtet die MatWerk-Community arbeitet. 

Zu den besonderen Höhepunkten des Jahres zählen die H2 MSE in Siegburg mit rund 170 Teilnehmenden, die EWCPS in Berlin mit etwa 480 internationalen Fachleuten zur Plasmaspektrochemie sowie die neu ausgerichtete MaterialsWeek in Frankfurt. Mit über 300 Teilnehmenden hat sie gezeigt, wie viel Dynamik in Querschnittsthemen wie Green Materials und der Materialdigitalisierung steckt. 

Ein zentrales Anliegen war für uns auch 2025 die Nachwuchsförderung. Wettbewerbe, Befragungen und gezielte Programme haben jungen Forschenden eine starke Stimme gegeben und sichtbar gemacht, wie engagiert die nächste Generation unsere Forschungslandschaft sowie industrielle Anwendungen mitgestaltet. Genau dieses Engagement macht die DGM zu dem Ort, der sie ist. 

In diesem Rahmen hat sich auch ein neues Format etabliert: Der DGM-Dienstag. Eine noch junge, aber bereits wirkungsvolle Plattform, die Menschen, Forschung und Anwendungen sichtbarer macht und zeigt, wie viel Resonanz entsteht, wenn wir auch kleinere Einblicke, Projekte und Fragestellungen miteinander teilen. 

International war 2025 ebenfalls ein starkes Jahr. Neue Kooperationen, zum Beispiel mit der SF2M in Frankreich, und die Beteiligung an europäischen Programmen unterstreichen, dass viele der großen Fragen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik nur gemeinsam beantwortet werden können. 

Für all das möchten wir uns bei Ihnen bedanken. Für Ihre Teilnahme, Ihre Impulse und Ihr Vertrauen in die gemeinsame Arbeit. 

Mit diesem Fundament blicken wir auf 2026. Ein besonderer Höhepunkt wird der International Materials Science and Engineering Congress – MSE 2026 – in Darmstadt sein. Ein Kongress, der die ganze Breite unseres Fachs abbildet und gleichzeitig Raum für neue Ideen schafft. Wir freuen uns darauf, Sie dort wiederzutreffen, Themen weiterzudenken und die Zukunft des MatWerks gemeinsam zu gestalten. 

Zum Abschluss noch ein Gedanke aus unserem kleinen MatWerk-Sonett, weil er dieses Jahr treffend einfängt: „So let this stillness not be idle space, but pause that warms the will to build anew“. Genau darum geht es. Durchatmen, Kräfte sammeln, und mit klarem Blick ins neue Jahr starten. 

Wir wünschen Ihnen eine erholsame Winterzeit und einen guten Start in das neue Jahr.
Ihre DGM-Geschäftsstelle 


A Winter Sonnet for the Year’s Last Light
To the MSE Minds Who Shape the World 

Now wanes the year, its labors gently laid,
In drawers of thought and shelves of tempered steel.
The sparks once flown from lathe and bright cascade
Now rest beneath the hush that snowflakes seal.

From crystal seed to scaffold bold and wide,
From datasheet to tensile curve well drawn,
Each mind, each hand stood ever side by side,
Till dusk of year gave way to hope of dawn.

So let this stillness not be idle space,
But pause that warms the will to build anew.
When stars return, and time begins its race,
Our craft shall rise, both proven and still true.

With peace we part, in quiet strength made clear.
Be light your path, and strong the coming year.