Intensive Diskussion zur Fachausschusssitzung des FA Titan am 23. November 2021

Neben klassischen Themen wie einer Optimierung der Mikrostruktur durch thermo-mechanische Behandlungen oder der Verbesserung der Oberflächeneigenschaften gewinnt die additive Fertigung auch in der Titanwelt zunehmend an Bedeutung und erste Bauteile werden bereits für die Luftfahrt produziert. Eigenspannungen und deren Minimierung sowie richtungsabhängige Eigenschaften in Folge von Texturen stellen dabei nach wie vor größere Probleme dar, was auf der diesjährigen Fachausschusssitzung des FA Titan am 23. November 2021 intensiv diskutiert wurde.

 

Aufgrund der sich wieder zuspitzenden Corona-Situation mussten das an der Universität Siegen geplante Präsenztreffen und die anschließende Besichtigung der Otto Fuchs KG in Meinerzhagen kurzfristig in den virtuellen Raum verlegt werden. Dass dies nicht unbedingt ein Nachteil ist und eine breite Diskussion auch online möglich ist, lässt sich bereits an der guten Teilnehmerresonanz von etwa 30 Teilnehmer*innen aus Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen ablesen. Hierdurch zeigte sich auch noch einmal, dass sowohl in der deutschen Titanindustrie, als auch an Forschungseinrichtungen und Universitäten das Thema Titan und Titanwerkstoffe weiterhin eine wichtige Rolle einnimmt.

Nach einer kurzen Vorstellung aller Teilnehmer*innen der diesjährigen FA-Sitzung und dem Gruppenfoto – diesmal wieder als Screenshot ohne aufwändige Hintergrundinszenierung – wurde vom Fachausschusssprecher ein Rückblick über Forschungsaktivitäten mit Bezug zu Titan seit der letzten Sitzung im November 2020 gegeben. Anschließend wurden Fragestellungen wie die Minimierung der Textur von 3D-gedruckten Titanwerkstoffen, nanostrukturiertes Ti 13Nb 13Zr für den Einsatz in Dentalimplantaten und die thermohydrogene Behandlung von Ti 6Al 4V zur Erzeugung von Gefügegradienten in verschiedenen Fachvorträgen durch junge Wissenschaftler*innen vorgestellt und besprochen. Binder-basierte Sinterverfahren wurden ebenso diskutiert, wie das Präzisionsschleifen von Titan oder die Generierung von Werkstoffdaten aus Simulationen.

Die Fachausschusssitzung wird – nach der inzwischen dritten Einladung – nun im nächsten Jahr am Mittwoch, dem 23. November 2022 an der Universität Siegen mit anschließender Besichtigung der Otto Fuchs KG stattfinden. Zusätzlich ist ein Vorabendtreffen vorgesehen. Interessent*innen, denen die persönliche Teilnahme nicht möglich ist, können sich gerne per Videostream zuschalten. Mitglieder aus anderen Arbeitskreisen oder Fachausschüssen der DGM sind ebenfalls herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Zum Vormerken und Eintragen in den Terminkalender: Die nächste Titanweltkonferenz (Ti-2023) wird vom 12. Bis zum 16. Juni 2023 in Edinburgh stattfinden.

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