Fortbildung Systematische Beurteilung technischer Schadensfälle wieder erfolgreich in Ermatingen durchgeführt

"Schöner kann man den Einfluss einer Kerbe nicht zeigen" befand selbstbewusst Andreas Ibach, Professor an der Westfälischen Hochschule in Bocholt, im Laufe seines Eingangsvortrages über die makroskopischen und mikroskopischen Erscheinungsformen der Bruchinduzierung. Die anschauliche, mitunter auch burschikos formulierte praxisnahe Vortragsweise überzeugt, wie die DGM seit 40 Jahren an der stetigen Nachfrage nach dieser didaktisch anspruchsvollen, nicht gerade wohlfeilen technisch-wissenschaftlichen Weiterbildung erkennen kann.

Natürlich kommen zunächst die Schulweisheiten auf den Tisch, was für Teilnehmende, die heute mitten im Betriebsleben stehen, in der kompakten Form bereits einen willkommenen Einstieg bedeutet. Am Ende sind es aber insbesondere die reich bebilderten Fallstudien vorgetragen von Spezialisten der Lehr- und Prüfinstitutionen aus Deutschland und der Schweiz, auf die der Praktiker wartet. Nicht zuletzt vermitteln aber auch die Pausengespräche untereinander und der abendliche Austausch in der historischen Remise den Teilnehmenden wertvolle Erkenntnisse, eine Erfahrung übrigens, die Video-Konferenzen schlichtweg nicht bieten können.

So trafen sich nach zwei Jahren Corona-Pause in diesem Jahr wieder 25 Teilnehmende in dem komfortablen Ausbildungs- und Begegnungszentrum der Bankengruppe UBS in Ermatingen auf der Schweizer Seite des Bodensees, um sich für den Alltag zu rüsten: Die Automobil- ebenso wie die Flugzeugindustrie, die Werkstoffhersteller sowie die einschlägigen Forschungsinstitute hatten sich beeilt, einen der begehrten Plätze im Hörsaal des angesehenen Fortbildungszentrums zu belegen.

Die historische Umgebung – Napoleon III lebte zeitweilig in der Region und verkehrte auch im Schloss Wolfsberg – veranlasste seit 1970 die schweizerische Bankengruppe UBS, die Anlage nach und nach durch moderne Gebäude zu erweitern und darin ein Fortbildungs- und Begegnungszentrum mit heute 20 Aktionsräumen und 120 Hotelzimmern einzurichten. Das Schloss aus dem 16. Jahrhundert mit dem imposanten Bewuchs wurde integriert, wie auch die angrenzenden historischen Wirtschaftsgebäude, die heute den Tagungsgästen vor Gemälden und einer Tapisserie im Feldherrenstil des 19. Jahrhunderts als Restaurant und abendliche Remise dienen.

Unübersehbar ist seit kurzem im Garten auch die farbenfrohe Skulptur ‚Ermatingen Mountain‘ des Künstlers Ugo Rondinone, frisch erworbenes Kunstwerk der UBS Art Collection. Als auffälliges Kunstdenkmal löst sie ohne Zweifel die Bronzeskulpturen im Zufahrtsbereich der Anlage ab, vor denen schon 1991 der heutige Fortbildungsleiter Michael Pohl von der Ruhruniversität Bochum und sein Vorgänger, der inzwischen verstorbene fachliche Gründer der Fortbildungsreihe und weithin geschätzte Gutachter Günter Lange von der TU Braunschweig posierten.

Peter Paul Schepp,
Frankfurt

Die nächste Fortbildung ist für den 23.-28. April 2023 in Ermatingen geplant.

Die DGM-Geschäftsstelle bedankt sich bei Herrn Professor Michael Pohl sowie Herrn Professor Andreas Ibach sowie allen weiteren Dozenten für die Durchführung der Fortbildung.

 

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