12. Treffen des DGM-Arbeitskreises „In situ 2D und 3D Charakterisierung“ bei Kammrath & Weiss

Am 24. – 25. September 2025 fand das 12. Treffen des Arbeitskreises „In situ 2D- und 3D-Charakterisierung“ der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) in Schwerte statt. Gastgeber war die Kammrath & Weiss GmbH, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Firmenjubiläum feiert. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Frau Dr. Anja Weidner.

Kammrath & Weiss ist seit der Gründung des Arbeitskreises „In situ 2D und 3D Charakterisierung“ im November 2013 an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin aktiv beteiligt. Als Gründungsmitglied begleitet das Unternehmen die jährlichen Treffen regelmäßig mit Fachbeiträgen und hat diese bereits mehrfach als Austragungsort unterstützt.

Der Einladung nach Schwerte folgten rund 70 Teilnehmende aus Wissenschaft und Industrie. Neben zahlreichen langjährigen Mitgliedern – etwa von der RWTH Aachen, der TU Dresden, der TU Dortmund oder der TU Bergakademie Freiberg – präsentierten auch neue Interessenten ihre Forschungsthemen. Industrieunternehmen aus den Bereichen Elektronenmikroskopie (z. B. TESCAN) oder angrenzender Analysetechniken (z. B. Chemnitzer Werkzeugmechanik GmbH) trugen mit Beiträgen ebenfalls zum Erfolg der Veranstaltung bei. Parallel nutzten zeitweise bis zu 20 Teilnehmende die Möglichkeit, die Tagung über die von der DGM bereitgestellte Zoom-Plattform online zu verfolgen.

Insgesamt wurden 19 Vorträge gehalten, die ein breites Themenspektrum abdeckten – von thermischen und mechanischen Experimenten im Rasterelektronenmikroskop über neue Fertigungstechniken für Kleinstprobengeometrien bis hin zu Methoden der digitalen Bildkorrelation und in situ-Synchrotronexperimenten. Die untersuchten Materialien reichten von Stählen und Magnesiumlegierungen über Keramiken bis hin zu Formgedächtnislegierungen.

Ein besonderes Highlight war der Beitrag des im Aufbau befindlichen Elektronenmikroskopie-Museums Nürnberg e.V.. Frau Brigitte Bochtler, Vorstandsmitglied des Vereins, stellte den aktuellen Stand der Ausstellung vor und zeigte die Möglichkeiten auf, mit dem Museum die Öffentlichkeit für Wissenschaft im Allgemeinen und die Elektronenmikroskopie im Besonderen zu begeistern. Besonders das pädagogische Angebot für Schülerinnen und Schüler stößt bereits jetzt auf großes Interesse. Ziel ist es, das Museum bis 2031 – zum 100. Geburtstag der Elektronenmikroskopie – fertigzustellen und zu eröffnen. Passend dazu wurde vereinbart, das 18. Treffen des Arbeitskreises 2031 in Nürnberg im dann eröffneten Museum stattfinden zu lassen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Vortragenden und Teilnehmenden für ihre engagierten Beiträge, der DGM für die Realisierung des hybriden Veranstaltungsformats sowie dem gesamten Team von Kammrath & Weiss für die hervorragende Organisation und Durchführung des Treffens.

PD Dr.-Ing. habil. Anja Weidner
Technische Universität Bergakademie Freiberg

 

Informationen zu allen Fachausschüssen können Sie über die DGM-Homepage unter https://dgm.de/de/netzwerk abrufen. 
Wenn Sie Interesse haben, in einem der Ausschüsse aktiv mitzuwirken, schreiben Sie uns eine kurze Mail an fachgremiendgm.de.