Die Vision der DGM ist eine Welt, in der Materialien und Werkstoffe effizient und nachhaltig genutzt werden, um neue Impulse zu geben und den globalen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.
Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, ist die Mission der DGM, den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und internationalen Partnern zu fördern, den Erkenntnisgewinn zu stärken und ihren Mitgliedern das bestmögliche Netzwerk im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik anzubieten.
Dabei legt die DGM Wert auf Toleranz und ein respektvolles Miteinander, um eine inklusive Gemeinschaft abzubilden, in der Vielfalt als Stärke verstanden wird und sich jede und jeder respektiert und geschätzt fühlt.
2025 war für die DGM ein Jahr mit außergewöhnlich hoher Veranstaltungsdichte und inhaltlicher Aktualität. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden deutlich mehr Tagungen durchgeführt, darunter auch neue Formate, die gezielt aktuelle wissenschaftliche und technologische Entwicklungen aufgegriffen haben. Diese Dynamik prägt den Jahresbericht und spiegelt wider, wie intensiv fachlicher Austausch und Vernetzung in diesem Jahr gelebt wurden.
Ein Beispiel hierfür ist die erstmals durchgeführte H2 MSE, die sich dem Themenfeld Wasserstoff aus materialwissenschaftlicher Perspektive widmete. Die Konferenz steht exemplarisch für den Anspruch der DGM, neue und gesellschaftlich relevante Themen frühzeitig in das fachliche Programm aufzunehmen und interdisziplinär zu diskutieren. Neben solchen neuen Impulsen fanden auch etablierte Tagungsformate statt, die das breite Spektrum der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik abbilden. Von grundlagenorientierter Forschung bis hin zu anwendungsnahen Fragestellungen aus der industriellen Praxis wurde eine thematische Bandbreite abgedeckt, die im Jahresbericht 2025 deutlich sichtbar wird.
Zu Beginn des Jahres wurde mit der DGM-Akademie ein neues Angebot eingeführt, das Weiterbildungs- und Fortbildungsaktivitäten der DGM bündelt und strukturiert zugänglich macht. Sie richtet sich an alle Interessierten, die sich gezielt und fachlich fundiert weiterbilden möchten. Im Herbst 2025 wurde dieses Angebot durch die Mediathek ergänzt, die ausgewählte Inhalte dauerhaft verfügbar macht und damit neue Möglichkeiten des zeit- und ortsunabhängigen Zugangs zu Fachwissen eröffnet. Beide Formate erweitern das Portfolio der DGM und stärken ihre Rolle als Anlaufstelle für gebündeltes Wissen im breiten Feld der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik.
Parallel zu den sichtbaren Aktivitäten wurde 2025 intensiv an internen Abläufen und Strukturen gearbeitet. Die Kompetenzen der DGM als Veranstalter wurden weiterentwickelt, Prozesse professionalisiert und organisatorische Routinen optimiert. Ziel dieser kontinuierlichen Arbeit ist es, Veranstaltungen, Weiterbildungsangebote und das Tagesgeschäft effizient und verlässlich umzusetzen und zugleich den Aufwand für Mitglieder und Teilnehmende möglichst gering zu halten. Viele dieser Anpassungen bleiben im Hintergrund, sind jedoch eine wesentliche Voraussetzung für die Qualität und Stabilität der Angebote.
Eine zentrale Rolle für den fachlichen Austausch spielen auch 2025 die Fachgremien der DGM. In Fachausschüssen, Gemeinschaftsausschüssen und Arbeitskreisen kommen Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis regelmäßig zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Themen zu vertiefen und Netzwerke aktiv zu pflegen. Die Bandbreite der behandelten Inhalte reicht von etablierten Werkstoff- und Prozessthemen bis hin zu neuen Fragestellungen, etwa im Kontext nachhaltiger Materialien, Digitalisierung oder modellbasierter Methoden. Die kontinuierliche Arbeit der Gremien bildet eine wichtige Grundlage für viele Aktivitäten der DGM und trägt maßgeblich zur fachlichen Qualität und Aktualität des Programms bei.
Ergänzt wird diese strukturierte Gremienarbeit durch den Newcomer- und Nachwuchsausschuss mit seinen Arbeitskreisen. Viele der Aktivitäten entstehen hier in kleinen, engagierten Runden und werden von einzelnen Mitgliedern mit hoher Eigeninitiative vorangetrieben. Nicht alles ist unmittelbar in Sitzungsberichten sichtbar, die Wirkung zeigt sich jedoch in konkreten Formaten für die Community. Ein Beispiel hierfür ist das Materialquartett, das einen niedrigschwelligen und spielerischen Zugang zu materialwissenschaftlichen Fragestellungen bietet und unterschiedliche Altersgruppen anspricht.
Ein bedeutender Moment des Jahres war der DGM-Tag 2025, der dieses Jahr in einem neuen Format stattfand. Der Standort Chemnitz hatte die DGM-Mitglieder nicht nur zum DGM-Tag eingeladen, sondern auch am Folgetag die Möglichkeit geboten, sich über Fachvorträge und Laborführungen intensiver mit dem Standort auseinanderzusetzen und diese Zeit zum Netzwerken zu nutzen. Dafür möchten wir uns herzlich für die hervorragende Unterstützung bedanken – im Namen aller Teilnehmenden ein großes Dankeschön nach Chemnitz!
Der erste Tag war wie gewohnt der DGM-Mitgliederversammlung gewidmet, die einen regen Austausch und wichtige Entscheidungen ermöglichte. Besonders hervorzuheben ist die Entscheidung zur Anpassung der Mitgliedsbeiträge. Nach 15 Jahren Preisstabilität wurde dieser Schritt notwendig, um die DGM-Geschäftsstelle auch zukünftig in die Lage zu versetzen, ihre vielfältigen Aufgaben und Angebote mit der gewohnten Qualität fortzuführen und weiterhin für ihre Mitglieder da zu sein. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals herzlich bei unseren Mitgliedern bedanken, die durch ihr finanzielles und ideelles Engagement unseren Verein stetig weiterentwickeln und neue Formate schaffen.
Darüber hinaus war das Jahr 2025 von einer gezielten Erweiterung der Kooperationsarbeit geprägt. Mit der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) sowie der Société Française de Métallurgie et de Matériaux (SF2M) wurden neue Partnerschaften durch die Unterzeichnung von Memoranda of Understanding formalisiert. Diese Kooperationen stärken den fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene und schaffen zusätzliche Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktivitäten in Forschung, Anwendung und Vernetzung.
Besonders freuen wir uns, im Jahr 2025 22 neue Instituts- und Firmenmitgliedschaften begrüßen zu dürfen. Darüber hinaus sind über 135 neue persönliche Mitglieder der DGM beigetreten, was unser Netzwerk weiter stärkt. Wir heißen alle neuen Mitglieder herzlich willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Weiterentwicklung und den Austausch innerhalb der DGM.
Als Teil der NFDI, der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur, entwickelt NFDI-MatWerk digitale Lösungen für ein modernes Forschungsdatenmanagement in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Die DGM verantwortet im Projekt die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und begleitete damit eine Phase, in der NFDI-MatWerk zunehmend in den Rollout der entwickelten Lösungen übergeht. Das Jahr 2025 war geprägt von der erfolgreichen Durchführung einer Spring School in Aachen, eines Community-Workshops an der BAM, zahlreichen weiteren Workshops mit der Community sowie der Präsenz auf internationalen Veranstaltungen. Mit dem MSE Research Data Forum fand zudem erstmals eine eigene Community-Veranstaltung statt, die künftig in ungeraden Jahren im Wechsel mit der MSE ausgerichtet wird. Zudem erhielt das Projekt eine neue Internetseite.
Das von Horizon Europe geförderte und von der TU Dresden koordinierte CLASCO-Projekt steht für innovative und nachhaltige Fertigungsansätze. Gemeinsam mit 13 Partnern aus sechs Ländern arbeitet es an klimaneutralen, digitalisierten laserbasierten Nachbehandlungstechniken für komplexe Geometrien aus der additiven Fertigung und trägt damit zur Entwicklung nachhaltiger Produktionsketten bei. Die DGM ist innerhalb des Projekts für das Arbeitspaket Communication, Dissemination and Exploitation verantwortlich. Das Jahr 2025 war geprägt von zahlreichen Vortragsbeiträgen auf Konferenzen und Fachmessen, zwei Veranstaltungsformaten mit Fokus auf Frauen in der Wissenschaft, einem Webinar sowie drei wissenschaftlichen Publikationen. Darüber hinaus wurden Interviews mit allen Konsortiumsmitgliedern veröffentlicht.
Das Begleitprojekt BioTrans unterstützt die im Rahmen der BMFTR-Fördermaßnahme „Biologisierung der Technik: Bioinspirierte Material- und Werkstoffforschung“ geförderten Vorhaben mit dem Ziel, Wissen und Technologien in konkrete Anwendungen zu überführen. Gemeinsam mit der Forschungsgemeinschaft Bionik-Kompetenznetz e. V. (BIOKON) und der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e. V. (DGO) vernetzt die DGM die einzelnen Förderprojekte, begleitet Innovationsprozesse und stärkt den Transfer bioinspirierter Ansätze in Wirtschaft und Gesellschaft. Das Jahr 2025 war geprägt von einer hohen Sichtbarkeit der Fördermaßnahme auf Fachveranstaltungen wie der MatFo 2025 und der MaterialsWeek 2025, der Einführung einer Webinar-Reihe zu biologisch inspirierten Materialien und Werkstoffen sowie der Durchführung des Future Meetings an der Hochschule Rhein-Waal. Einen zentralen Höhepunkt bildete die zweite Statuskonferenz in Bremen mit rund 70 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Industrie und Förderinstitutionen, ergänzt um ein Unternehmensforum, ein Doktorandenseminar und Exkursionen zu Airbus und ECOMAT.
Unser besonderer Dank gilt allen, die die DGM im Jahr 2025 durch ihre Ideen, ihre Tatkraft und ihr persönliches Engagement bereichert haben. In Fachausschüssen, Arbeitskreisen und bei der Gestaltung von Tagungen und Konferenzen – ob etabliert oder neu – tragen sie maßgeblich dazu bei, dass die DGM lebt und sich stetig weiterentwickelt. Überall dort, wo materialbegeisterte Menschen ihr Wissen teilen, Verantwortung übernehmen und andere mitnehmen, wächst das Netzwerk und die fachliche Stärke der DGM. Dieses Engagement bildet das Fundament für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Vereins und prägt das Netzwerk, das die DGM trägt.
Wir laden Sie ein, sich auch in diesem Jahr aktiv einzubringen – ob in unseren Ausschüssen, bei Veranstaltungen oder in der Nachwuchsarbeit. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik weiterentwickeln und den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft gezielt stärken.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Mit herzlichen Grüßen
Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie regelmäßig Informationen zum Thema Materialwissenschaft und Werkstofftechnik!
Nach der Anmeldung erhalten Sie von uns eine E-Mail mit einem
Bestätigungslink.
Erst mit Anklicken dieses Links ist Ihre Anmeldung abgeschlossen.