
When
06 Nov 2026 13:00 - 14:00
Where
Online
Language
German
Seit Jahrtausenden ist Prozesshitze, zumindest im großen Maßstab, nur in Öfen möglich. Das hat sich durch Fortschritte in der Halbleitertechnologie gerade geändert. Mit LEDs ist es jetzt möglich, über 1000 °C zu erzeugen, auch große Flächen zu beleuchten und Leistungen von >100 kW bereitzustellen. Das eröffnet die Möglichkeit, einfach in Sekundenschnelle auf Knopfdruck über intensives LED-Licht die Temperatur einzustellen, statt indirekt mit heißer Luft zu heizen.
Das öffnet ganz neue Türen, denn der Prozess ist:
Schnell – statt Minuten oder Stunden werden oft nur Sekunden gebraucht. Das erleichtert die Produktion, es löst aber auch ein ganz anderes Tempo in der Forschung aus. 100 Experimente pro Tag könnten der neue Standard werden.
Präzise – Eine digitale Regelung erlaubt freie Temperaturkontrolle, und zwar nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich: Es ist denkbar, ein Werkstück nur lokal und selektiv nach Bedarf zu heizen.
Flexibel – Die LEDs passen sich an den Prozess an und nicht wie bisher der Prozess an die Gegebenheiten des Ofens. Ein- und Ausschalten wird so schnell und einfach wie das Bedienen einer Mikrowelle.
Das Heizen mit kurzwelligem Licht funktioniert bei vielen Werkstoffen, darunter Stahl, Kupfer, Kalk und Keramik. Die Idee wurde 2022 von dem Wissenschaftler Dr. Lukas Porz für Keramiken ins Leben gerufen. Da es keine geeignete Gerätschaft dafür gab, fing er selbst an, die Hardware zu bauen, und gründete schließlich die Firma ILLUTHERM.
Training Chairs

Dr. rer. nat. Lukas Porz
ILLUTHERM GmbH
Felicitas Topschall
ILLUTHERM GmbH