
Wann
06.10. 12:30 - 07.10.2026 15:00
Wo
Freiberg
Sprache
Deutsch
Die Lebensdauer technischer Konstruktionen ist ein zentraler Faktor für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Besonders unter zyklischer Belastung entscheidet die Betriebsfestigkeit darüber, wie lange ein Bauteil im Einsatz bleibt, bevor es versagt. Um betriebsfeste Produkte zu entwickeln, braucht es fundiertes Wissen über das Materialverhalten, reale Lastsituationen und geeignete Berechnungs- und Prüfmethoden. Diese zweitägige Fortbildung vermittelt die wesentlichen Grundlagen und Verfahren für die lebensdauergerechte Auslegung. Behandelt werden u. a. werkstoffkundliche Grundlagen, die Analyse realer Belastungskollektive, analytische und experimentelle Lebensdauerbewertung sowie bruchmechanische Konzepte zur Abschätzung der Restlebensdauer. Ergänzt wird das Programm durch Einblicke in die FKM-Richtlinie, numerische Methoden (FEM) und Topologieoptimierung unter dem Aspekt der Lebensdauer. Alle Inhalte sind praxisnah aufgebaut und durch Beispiele und Versuche ergänzt. Teilnehmende lernen, Bauteile hinsichtlich ihrer Betriebsfestigkeit systematisch zu bewerten, Einflussfaktoren wie Kerben, Oberflächen oder Werkstoffe zu berücksichtigen und geeignete Berechnungsmodelle anzuwenden. Sie erhalten Sicherheit im Umgang mit Normen, bei der Interpretation experimenteller Daten und dem Transfer numerischer Ergebnisse in den Konstruktionsalltag. Die Fortbildung richtet sich an Ingenieur*innen, Konstrukteur*innen, Fachkräfte aus Entwicklung, Berechnung, Werkstofftechnik, Qualitätssicherung oder Versuch, die Bauteile mechanisch beanspruchen oder bewerten. Sie eignet sich sowohl für Einsteiger*innen sowie Personen, die ihr Wissen gezielt erweitern möchten.
Fortbildungsleitung

Prof. Dr. Matthias Kröger
Technische Universität Bergakademie Freiberg