
Wann
24.11. 09:00 - 25.11.2026 15:15
Wo
Karlsruhe
Sprache
Deutsch
Diese Fortbildung vermittelt fundiertes Wissen darüber, wie sich Randschichtzustände gezielt mechanisch einstellen lassen, um Bauteileigenschaften in der jeweiligen Anwendung deutlich zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenhänge zwischen Oberflächenbehandlungsprozess, Randschichtzustand und Bauteilverhalten. Teilnehmende erarbeiten ein belastbares Verständnis dafür, welche Kenngrößen in der Randschicht entscheidend sind, wie sie charakterisiert werden und wie sich daraus prozesssichere Maßnahmen für Auslegung, Fertigung und Qualitätssicherung ableiten lassen. Zu Beginn werden die Grundlagen mechanischer Oberflächenbehandlungen sowie Methoden zur Charakterisierung von Randschichtzuständen behandelt. Darauf aufbauend wird erläutert, wie definierte Randschichtzustände das Verhalten unter schwingender Beanspruchung beeinflussen und welche Mechanismen die Ermüdungsfestigkeit bestimmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Simulation mechanischer Oberflächenbehandlungen. Die Teilnehmenden lernen, wie sich Prozessparameter, Eigenspannungen und Verfestigung rechnerisch abbilden lassen und wie Simulationen die Prozessentwicklung, Parameterauswahl und Bauteilbewertung unterstützen. Das Programm ist so aufgebaut, dass die Inhalte konsequent durch praktische Gruppenphasen ergänzt werden. In mehreren Arbeitssequenzen werden Beispiele gemeinsam bearbeitet, Ergebnisse diskutiert und systematisch auf unterschiedliche Anwendungen übertragen. Dabei stehen am ersten Tag die Verfahren Kugelstrahlen und Festwalzen im Fokus, ergänzt durch alternative Verfahren. Am zweiten Tag werden spezifische Anwendungsfelder vertieft, darunter Federn, Antriebskomponenten, Luft- und Raumfahrtanwendungen sowie Schweißverbindungen. Verschiedene Austauschformate unterstützen den Transfer auf eigene Fragestellungen in der Praxis.
Fortbildungsleitung
Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Schulze
Karlsruher Institut fĂĽr Technologie (KIT)