
Wann
29.09. 09:00 - 30.09.2026 17:00
Wo
Nürnberg
Sprache
Deutsch
Zertifikat
nach Teilnahme
Die beiden Tage der Veranstaltung sind entweder seperat oder zusammen buchbar.
Aufgrund der Ressourcenverknappung gewinnt der Leichtbau, der die Belastungsgrenzen der Materialien ausreizt, zunehmend an Bedeutung. Das Versagen von Bauteilen wird als natürlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses angesehen, wobei Schadensuntersuchungen essenzielle Einblicke für die Entwicklung effizienter Leichtbausysteme bieten. Insbesondere bei Aluminium, dessen Eigenschaften und Herstellungsprozesse sich signifikant von anderen Metallen unterscheiden, sind spezielle Schädigungsmechanismen relevant, die eng mit der Beanspruchung und der Prozesskette des Bauteils verbunden sind. Im ersten Teil der Fortbildung werden die metallurgischen und schadenskundlichen Grundlagen von Aluminium behandelt. Im Vergleich zu Stahl wird die Bedeutung von Gefüge und Mikrostruktur für die Materialeigenschaften von Aluminiumlegierungen hervorgehoben. Anhand von Fallstudien werden Methoden zur Analyse von Bruchflächen und zur Identifikation von Defekten und deren Vermeidungsstrategien diskutiert, wobei der Fokus auf lichtoptischen Techniken liegt. Der zweite Teil der Fortbildung, eingeführt in 2023, vertieft spezielle Aspekte der Schadensanalyse, die im ersten Teil weniger Beachtung fanden. Hier werden fortgeschrittene Analysemethoden wie die Rasterelektronenmikroskopie und Themen rund um die Korrosion von Aluminiumwerkstoffen behandelt. Zudem werden Fallbeispiele zu Korrosionsschäden und Ansätze für das Ausschuss- und Schadensmanagement erörtert, unterstreichen die Bedeutung von Schadensanalysen, technischen Spezifikationen und zerstörungsfreien Prüfungen.
Fortbildungsleitung

Prof. Dr. Simon Reichstein
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm