Oberflächentechnik ist eine Schlüsseltechnologie der modernen Fertigung: Gezielt eingesetzte Beschichtungen verbessern Verschleißbeständigkeit, Korrosionsschutz, tribologische Eigenschaften, elektrische und optische Funktionen sowie die Lebensdauer von Bauteilen, ohne das Grundmaterial zu verändern. Die zweitägige Präsenz-Fortbildung vermittelt einen praxisnahen Überblick über moderne Beschichtungsverfahren, von der Dünn- bis zur Dickschichttechnik, von der Prozesskette bis zur Qualitätssicherung und von der technischen Auslegung bis zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.
Der erste Veranstaltungstag behandelt zentrale Verfahren der Oberflächentechnik: PVD, CVD/PACVD, thermochemische Oberflächenbehandlung, Randzonenhärtung, Galvanik und moderne Dickschichttechnologien, darunter verschiedene Varianten des thermischen Spritzens. Im Fokus stehen Verfahrensprinzipien, erreichbare Schichteigenschaften, typische Industrieanwendungen sowie technische und wirtschaftliche Auswahlkriterien.
Der zweite Tag widmet sich der vollständigen Prozesskette mit Vorbehandlung, Wärmebehandlung, Nachbehandlung und Qualitätssicherung sowie nachhaltigen Ansätzen wie Recycling, ReUse, Lebenszyklusanalyse und ressourcenschonenden Prozessrouten. Ergänzend stellt das Zentrum für Produktionstechnik Dortmund aktuelle Arbeiten zu elektrischen und optischen Oberflächenfunktionalisierungen sowie damit verbundenen Geschäftsmodellen vor.
Zwei parallele Laborworkshops in rotierenden Gruppen vertiefen die Inhalte praxisnah: Am Dortmunder OberflächenCentrum stehen Bandprozesse für Bipolarplatten und Anwendungen in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik im Fokus. Bei FORTIS in Witten werden moderne Dickschichtanwendungen, aktuelle Entwicklungen und Demonstrationen aus der Industriepraxis vorgestellt. Fundierte Vorträge, Laborführungen und ein gemeinsames Abendessen verbinden fachliche Vertiefung mit Austausch und beruflicher Vernetzung.
Das Modul gibt einen Überblick über Ablauf, Ziele und fachliche Schwerpunkte der Veranstaltung und ordnet moderne Beschichtungsverfahren in die industrielle Oberflächentechnik ein. Die Teilnehmenden verstehen, welche Rolle Beschichtungen für Funktion, Lebensdauer, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit technischer Bauteile spielen.
Das Modul behandelt die Grundlagen chemischer Gasphasenabscheidung, typische Prozessparameter, geeignete Werkstoffe sowie industrielle Anwendungen von CVD-Schichten. Die Teilnehmenden lernen, wann CVD-Verfahren sinnvoll eingesetzt werden und wie sich damit belastbare, funktionsgerechte Schichten erzeugen lassen.
Das Modul stellt physikalische Gasphasenabscheidung als Verfahren zur Herstellung dünner, funktionaler und verschleißbeständiger Schichten vor. Die Teilnehmenden können PVD-Verfahren besser einordnen und geeignete Beschichtungslösungen für konkrete Bauteilanforderungen bewerten.
Das Modul erläutert thermochemische Verfahren zur gezielten Veränderung der Randzone und zur Verbesserung mechanischer Oberflächeneigenschaften. Die Teilnehmenden verstehen, wie Randzonenhärteverfahren Verschleißbeständigkeit, Belastbarkeit und Lebensdauer von Bauteilen erhöhen können.
Das Modul stellt thermische Spritzverfahren vor, bei denen Schichten durch Flamm-, HVOF- oder Kaltgasspritzen auf Bauteiloberflächen aufgebracht werden. Die Teilnehmenden erkennen, welche Potenziale diese Verfahren für Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Reparatur und Funktionsschichten bieten.
Das Modul behandelt Lichtbogen- und Plasmaspritzen als Verfahren zur Herstellung robuster Dickschichten für technische Anwendungen. Die Teilnehmenden lernen, Unterschiede, Einsatzgebiete und Materialoptionen dieser Spritzverfahren zu bewerten.
Das Modul beschreibt Beschichtungsverfahren im Tauchbad sowie auftraggelötete Schichten für den gezielten Verschleißschutz technischer Komponenten. Die Teilnehmenden verstehen, wie diese Verfahren zur Verbesserung von Bauteilbeständigkeit, Standzeit und Prozesssicherheit beitragen.
Das Modul behandelt Auftragsschweißen als Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Schutzschichten gegen Verschleiß und Korrosion. Die Teilnehmenden lernen, wie auftraggeschweißte Schichten zur Reparatur, Verstärkung und Lebensdauerverlängerung von Bauteilen eingesetzt werden können.
Das Modul betrachtet die gesamte Prozesskette der Oberflächentechnik, von der Bauteilvorbereitung über Wärme- und Nachbehandlung bis zur Qualitätssicherung. Die Teilnehmenden erkennen, wie einzelne Prozessschritte zusammenspielen und welche Faktoren für reproduzierbare Beschichtungsergebnisse entscheidend sind.
Das Modul zeigt, wie Nachhaltigkeit in der Oberflächentechnik durch Recycling, Wiederverwendung, ressourcenschonende Prozesse und Lebenszyklusanalysen bewertet werden kann. Die Teilnehmenden lernen, ökologische und wirtschaftliche Aspekte von Beschichtungslösungen systematischer in technische Entscheidungen einzubeziehen.
Das Modul erweitert den Blick auf Oberflächen als funktionale Systeme, etwa für elektrische und optische Eigenschaften sowie neue anwendungsnahe Geschäftsmodelle. Die Teilnehmenden verstehen, wie Oberflächen gezielt funktionalisiert werden können und welche technischen und wirtschaftlichen Potenziale daraus entstehen.
Die erste Workshop-Runde bietet praxisnahe Einblicke in Bandprozesse für Bipolarplatten oder moderne Dickschichtanwendungen in Laborumgebung. Die Teilnehmenden übertragen das zuvor vermittelte Verfahrenswissen auf konkrete Anwendungen und vertiefen ihr Verständnis durch praktische Demonstrationen.
In der zweiten Workshop-Runde wechseln die Gruppen, sodass beide Themenschwerpunkte, Bandprozesse für Bipolarplatten und moderne Dickschichtanwendungen, behandelt werden. Die Teilnehmenden erhalten einen vergleichenden Einblick in unterschiedliche Beschichtungslösungen und können deren Einsatzpotenziale besser einschätzen.
Das Modul bietet Raum zur Einordnung der Inhalte, zur Klärung offener Fragen und zur Diskussion konkreter Anwendungs- oder Problemstellungen. Die Teilnehmenden können das Gelernte auf eigene betriebliche Herausforderungen übertragen und erhalten fachliche Impulse von Expert*innen und Teilnehmenden.
Moderne Beschichtungsverfahren verbessern Bauteile gezielt hinsichtlich Verschleißschutz, Korrosionsbeständigkeit, Funktionalität und Lebensdauer.
Hier sind einige Gründe, warum Ihr Unternehmen von einer tieferen Kenntnis in diesem Bereich profitieren wird:
Nutzen Sie diese Chance, um Ihr Unternehmen technologisch weiterzuentwickeln und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen!
Diese Fortbildung richtet sich an Fachleute aus Industrie, Forschung und Entwicklung, die mit der Auslegung, Anwendung, Bewertung oder Weiterentwicklung von Beschichtungs- und Oberflächenbehandlungsverfahren befasst sind – oder dies künftig sein werden. Im Einzelnen profitieren besonders:
Grundkenntnisse in Werkstofftechnik oder Fertigungstechnik sind von Vorteil, jedoch keine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme. Die Fortbildung ist bewusst anwendungsorientiert ausgelegt und vermeidet unnötige Vertiefung in theoretische Grundlagen, wo praxisrelevante Beispiele einen größeren Mehrwert bieten.
Die Schulungsunterlagen werden den Teilnehmer*innen vor Ort am Veranstaltungsort ausgehändigt.
Folgende Übernachtungsmöglichkeiten werden empfohlen:
Die Fortbildung findet in folgenden Räumlichkeiten statt:
Info-Center
Oesterholzstraße
44145 Dortmund
Der Zugang erfolgt durch das Tor W1, Oesterholzstraße
Ausreichend Parkraum bieten die naheliegen-den Parkplätze. Auch mit der Straßenbahn, Linie 404, sind die Häuser gut zu erreichen.
Wegbeschreibung Info-Center-Dortmund
Reisen Sie nachhaltig und entspannt an:
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