Wo liegen aktuell die größten praktischen Probleme in der Industrie in diesem Themenfeld?
Eine Herausforderungen besteht darin, pulvermetallurgische Fertigungsprozesse so anzuwenden und auszulegen, dass hohe und reproduzierbare Bauteilqualitäten mit einer wirtschaftlichen Produktion verbunden werden können. Die einzelnen Schritte der Prozesskette – von der Pulverherstellung über die Formgebung bis zur thermischen Behandlung – müssen bekannt sein, das Wissen muss in der industriellen Praxis verfügbar sein und optimal aufeinander abgestimmt sein. Es braucht das Verständnis, dass bereits geringe Abweichungen beispielsweise der Pulvereigenschaften oder Prozessbedingungen erhebliche Auswirkungen auf die Qualität des Endprodukts haben. Entsprechende Kenntnisse sind notwendig, damit Einfluss genommen werden kann.
Eine weitere Herausforderung ist die Auswahl geeigneter Fertigungsverfahren. Neben etablierten Technologien eröffnen insbesondere neue pulverbasierte additive Verfahren zusätzliche Möglichkeiten. Entscheidend ist jedoch, deren technische und wirtschaftliche Potenziale sowie Grenzen für die jeweilige Anwendung richtig einzuschätzen. Gleichzeitig gewinnen Energieeffizienz, Ressourcenschonung und die Reduzierung von Fertigungskosten zunehmend an Bedeutung.

