Alles auf einen Blick · Alle Fort- und Weiterbildungsangebote der DGM Akademie 2025 und 2026 in einem Flyer

Zum Flyer
Fort- & Weiterbildung

Ermüdung metallischer Werkstoffe: Grundlagen, Mechanismen und praktische Anwendungen

Verstehen und Vorhersagen von Ermüdungsschäden für langlebige Konstruktionen

Dresden
Deutsch

Bei der Ermüdung von Werkstoffen, insbesondere Metallen, handelt es sich um ein Phänomen, das auftritt, wenn Strukturen wiederholt vorrangig mechanischen Be- und Entlastungszyklen ausgesetzt sind. Dabei kommt es oft zu einer fortschreitenden und lokalisierten Schädigung des Werkstoffs, welche letztendlich in ein Komplettversagen eines Bauteils münden kann. Der wiederholte Verformungseintrag während der Ermüdung bewirkt Veränderungen im Werkstoffgefüge, welche eine Rissentstehung bereits deutlich unterhalb klassischer Festigkeitskennwerte wie der Zugfestigkeit oder der Streckgrenze bewirken. Ein grundlegendes Verständnis des Ermüdungsverhaltens ist daher entscheidend für die Konstruktion langlebiger und zuverlässiger Strukturen und stellt sowohl für den Konstrukteur als auch für den Werkstoffentwickler eine notwendige Grundkompetenz zum nachhaltigen Werkstoffeinsatz dar. Auch in der Schadensanalyse spielt die Werkstoffermüdung (leider) nach wie vor eine große Rolle. Der Ermüdungsprozess beginnt in der Regel bereits vor der Entstehung von Anrissen an Punkten mit Spannungskonzentrationen. Neben makroskopischen Kerben wie z. B. Wellenabsätzen, Nuten oder Schweißnähten kann es auch an Übergängen oder Unregelmäßigkeiten im Werkstoffgefüge zur Schädigungsakkumulation kommen. Die infolgedessen entstehenden Mikrorisse können anfangs zu klein sein, um entdeckt zu werden, im Laufe der Zeit aber dennoch versagenskritisch werden.

Fortbildungsleitung

  • Prof. Dr. Martina Zimmermann
    Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS und Technische Universität Dresden

Dozent*innen

  • Dipl.-Ing. Sebastian Biastoch
    Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
    CV
  • Dr.-Ing. Leonid Gerdt
    Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
    CV
  • Dipl.-Ing. Katharina Hollmer
    Technische Universität Dresden
    CV
  • Dr.-Ing. Martin Kuczyk
    Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
    CV
  • Prof. Dr. Markus Kästner
    Technische Universität Dresden
    CV
  • Prof. Dr.-Ing. Hans Jürgen Maier
    Leibniz Universität Hannover
    CV
  • Dr.-Ing. Sebastian Schettler
    Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
    CV
  • Dipl.-Ing. Sebastian Schöne
    Technische Universität Dresden
    CV
  • Dipl.-Ing. Leonhard Stampa
    Technische Universität Dresden
    CV
  • Dr.-Ing. André Till Zeuner
    Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH
    CV

Leiter*in 14

  • Dana Zucker
    Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
    CV

Ansprechpartner*in vor Ort

  • Dana Zucker
    Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
    CV
Programm

Das Verständnis des Ermüdungsverhaltens metallischer Werkstoffe ist entscheidend für die Langlebigkeit und Sicherheit von Bauteilen in Konstruktionen.
Hier sind einige Gründe, warum Ihr Unternehmen von einer tieferen Kenntnis in diesem Bereich profitieren wird

  • Grundlagen der Materialermüdung: Erlernen Sie wichtige Fachbegriffe und Konzepte, die für das Verständnis von Materialermüdung relevant sind.
  • Rissbildung und -wachstum: Erfahren Sie mehr über die Mechanismen der Rissbildung und des Risswachstums bei zyklischer Beanspruchung.
  • Temperatureinfluss: Erkennen Sie die Besonderheiten des Ermüdungsverhaltens bei hohen und variierenden Temperaturen.
  • Mikromechanische Modellierung: Gewinnen Sie einen Vorteil bei Ihren Ermüdungsanalysen durch Modellierung der mikromechanischen Vorgänge.
  • Ermüdungsbruchanalyse: Verstehen Sie die Analyse von Bruchflächen als Werkzeug zur Effizienzverbesserung Ihrer Qualitätssicherung.
  • Demonstrationsversuche: Vertiefen Sie Ihr Wissen durch zahlreiche praktische Versuche: Lebensdauerbestimmung, Bruchflächenanalyse und 3D-Rekonstruktion im REM, In-situ-Verformung sowie Ermüdungsprüfung konkreter Werkstoffklassen und ihrer Prüftechnik.
  • Diskutieren Sie Ihre konkrete praktische Anwendung/Problemstellung mit Expert*innen.

Nutzen Sie diese Chance, um Ihr Unternehmen technologisch weiterzuentwickeln und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen!

Die Fortbildung eignet sich besonders für:

  • Wissenschaftler*innen sowie Ingenieur*innen und Techniker*innen, die in der Forschung und Entwicklung sowie der industriellen Fertigung, Prozess- und Qualitätskontrolle tätig sind. 
  • Führungskräfte und Vertriebsmitarbeiter*innen mit technischem Grundverständnis, die in diesem oder einem verwandten Bereich tätig sind und von einer werkstofforientierten Weiterbildung profitieren möchten. 
  • Personen mit technischem Grundverständnis, die in den Bereichen Konstruktion, Maschinenbau oder in verwandten Bereichen tätig sind und von einer werkstofforientierten Weiterbildung profitieren möchten. 

Die Schulungsunterlagen werden vor Ort ausgehändigt.

Für die Übernachtungen empfehlen wir Ihnen eine Recherche auf den einschlägigen Internetplattformen.

Am ersten Abend der Fortbildung wird es eine Führung durch das Schokoladenmuseum Dresden inklusive kleiner Verkostung und im Anschluss ein gemeinsames Abendessen mit den Teilnehmenden und den Referent*innen der Veranstaltung im Augustiner an der Frauenkirche Dresden geben.
 

 

Die Fortbildung findet in folgenden Räumlichkeiten statt:

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik
Raum 260/265 
Winterbergstraße 28
01277 Dresden

Google-Maps-Link zur Anfahrt.
 

 

Reisen Sie nachhaltig und entspannt an:
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn bieten wir ein spezielles Veranstaltungsticket zu einem Sonderpreis an, mit 100 % grünem Strom in den Fernzügen. Wir wünschen eine gute Reise!

Link zum Buchen Ihrer Anreise mit dem DB-Fortbildungs-Ticket