Magnesium – die Diva der Metalle: Leicht, anspruchsvoll und mit großem Leichtbau-Potenzial. Als der leichteste metallische Konstruktionswerkstoff eröffnet Magnesium erhebliche Möglichkeiten im Leichtbau, insbesondere in Bereichen wie der Automobilindustrie, Luftfahrt und Elektronik. Doch Magnesium stellt aufgrund seiner besonderen Eigenschaften auch hohe Anforderungen an die Verarbeitung, Sicherheit und Prozessführung. Wer Magnesium richtig nutzen will, braucht spezielles Know-how und ein gutes Gespür für die geeigneten Fertigungstechnologien und Verfahren. Die zweitägige Veranstaltung bietet einen praxisorientierten, fundierten Überblick über alle relevanten Bereiche, von der Werkstofftechnik und Metallurgie bis hin zu modernen Fertigungstechnologien wie CONFORM. Die Teilnehmenden erhalten tiefgehende Einblicke in Gieß-, Umform- und Fügeverfahren und erlernen, wie sie Magnesium optimal verarbeiten können. Die Inhalte verbinden grundlegende Werkstoffwissenschaften mit industriellen Anwendungen und decken zentrale Themen wie Gießen, Gießwalzen, Walzen, Schmieden, Blechumformung, Fügen und Korrosionsschutz ab. Durch diese praxisnahe Wissensvermittlung werden die Teilnehmenden in die Lage versetzt, Magnesium effizient und sicher in ihren Produktionsprozessen zu integrieren und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Die Fortbildung richtet sich an Ingenieur*innen, Techniker*innen sowie Fach- und Führungskräfte aus der Industrie und Forschung, die ihr Wissen zu Magnesiumwerkstoffen und deren Verarbeitung gezielt vertiefen möchten.
Dieser Einstieg gibt einen Überblick über Ziele, Ablauf und organisatorische Aspekte der Fortbildung. Die Teilnehmenden erfahren, wie die beiden Tage aufgebaut sind und welche Schwerpunkte sie erwarten.
Der Programmpunkt führt in die grundlegenden Eigenschaften von Magnesium, seine Kristallstruktur und das resultierende mechanische Verhalten ein. Dabei wird deutlich, wie diese Faktoren Umformbarkeit, Textur und werkstofftechnische Bewertung prägen.
Hier stehen Mikrostrukturentwicklung, Ausscheidungsvorgänge und Wärmebehandlungsoptionen im Vordergrund. Die Teilnehmenden lernen, wie sich mechanische Eigenschaften durch Legierungskonzepte und Prozessparameter gezielt beeinflussen lassen.
Der Fokus liegt auf sicherem Umgang mit Magnesium, einschließlich Brandschutz, Schutzgasführung und kontrollierten Schmelzprozessen. Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden Einblicke, die helfen, Fehler frühzeitig zu erkennen und die Prozesssicherheit zu gewährleisten.
Dieser Abschnitt erläutert die Grundlagen der Magnesiumproduktion über Reduktionsverfahren, wie den Pidgeon-Prozess. Dabei wird vermittelt, wie Rohstoffbasis, Energiebedarf und ökologische Aspekte miteinander verknüpft sind.
Der zweite metallurgische Schwerpunkt thematisiert die Rückgewinnung von Magnesium und die Qualitätsanforderungen an Sekundärmaterial. Die Teilnehmenden lernen, welche Strategien für geschlossene Stoffkreisläufe (Kreislaufwirtschaft) notwendig sind und welche Herausforderungen im Recycling bestehen.
In diesem Beitrag werden Erstarrungsmechanismen, Phasenumwandlungen und die prozessabhängige Entwicklung der Werkstoffeigenschaften vorgestellt. Die Teilnehmenden erkennen, wie Gussparameter die Qualität und Eignung für konkrete Anwendungen beeinflussen.
Der Programmpunkt bietet einen kompakten Überblick über Druckguss, Kokillenguss und Strangguss. Vermittelt wird, wie typische Defekte entstehen, wie sie vermieden werden und welche Nachbehandlungen zur Qualitätssteigerung beitragen.
Hier stehen die Grundlagen des Gießwalzens und die Wechselwirkungen zwischen Erstarrung, Mikrostruktur und Bauteileigenschaften im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erfahren, wie sich Prozessparameter anpassen lassen, um definierte Halbzeugqualitäten zu erreichen.
Dieser Programmpunkt behandelt Warm- und Kaltwalzprozesse und erläutert, wie Rekristallisation und Textur bei Magnesium gesteuert werden können. Die Teilnehmenden lernen, welche Prozessbedingungen entscheidend für hochwertige Halbzeuge sind.
Im Mittelpunkt stehen Prozessfenster, Werkzeugauslegung und die Entstehung der Mikrostrukturen während des Strangpressens. Deutlich wird, wie Oberflächenqualität und Mikrostruktur durch gezielte Prozessführung beeinflusst werden.
Hier wird CONFORM als kontinuierliches Strangpressverfahren vorgestellt. Es ermöglicht besonders effiziente Produktion von Halbzeugprofilen unlimitierter Länge. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in Integrationsmöglichkeiten und typische industrielle Anwendungen. Der CONFORM-Prozess kann ebenfalls auf andere Nichteisenmetalle übertragen werden.
Der Programmpunkt zeigt anwendbare Schmiedeverfahren für Magnesium und welche Auswirkungen die Prozessparameter auf Mikrostruktur und Festigkeit haben. Gleichzeitig wird dargestellt, wie Fehler vermieden und Bauteileigenschaften gezielt eingestellt werden.
Dieser Beitrag widmet sich dem temperaturabhängigen Umformverhalten von Magnesiumblechen und den daraus resultierenden Umformgrenzen. Die Teilnehmenden lernen, wie eine stabile Prozessführung gestaltet wird und wie sich Dehnungsverhalten gezielt beeinflussen lässt.
Vorgestellt werden geeignete Fügeverfahren wie Schweißen, Schrauben und Kleben, deren Kombination sowie deren Besonderheiten bei Magnesium. Die Teilnehmenden erfahren anhand konkreter industrieller Anwendungen, welche Herausforderungen der Werkstoff beim Fügen mit sich bringt und wie prozesssichere Verbindungen umgesetzt werden.
Dieser Programmpunkt beleuchtet typische Korrosionsmechanismen und wirksame Schutzstrategien. Die Teilnehmenden lernen, wie Legierungen, Beschichtungen und Prozessrouten zusammenwirken, um eine hohe Beständigkeit zu erreichen.
Abschließend werden Einsatzmöglichkeiten von Magnesium und seiner Legierungen in Automobilbau, Luftfahrt, Elektronik und Leichtbau vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Potenziale und Technologien des Werkstoffs.
Dieser finale Programmpunkt fasst zentrale Erkenntnisse der zwei Tage zusammen und bietet Raum für vertiefende Fragen. Gleichzeitig formulieren die Teilnehmenden ihr Feedback und reflektieren, wie sie das erworbene Wissen beruflich nutzen können.
Magnesium ist ein Leichtmetall mit großem Potenzial für den Leichtbau, stellt jedoch hohe Anforderungen an Verarbeitung und Sicherheit.
Hier sind einige Gründe, warum Ihr Unternehmen von einer tieferen Kenntnis in diesem Bereich profitieren wird:
Nutzen Sie diese Chance, um Ihr Unternehmen technologisch weiterzuentwickeln und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen!
Die Fortbildung eignet sich für:
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