Alles auf einen Blick · Alle Fort- und Weiterbildungsangebote der DGM Akademie 2026 und 2027

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Fort- & Weiterbildung
Alternative Termine02.12. 13:00 - 04.12.2026 13:0002.12. 13:00 - 04.12.2026 13:00 • Aktuell ausgewähltBauteilmetallographie01.12. 13:00 - 03.12.2027 13:00Bauteilmetallographie

Bauteilmetallographie

Mobile Werkstoffbeurteilung vor Ort

Wann

02.12. 13:00 - 04.12.2026 13:00

Wo

Berlin

Sprache

Deutsch

Zertifikat

nach Teilnahme

Erlernen Sie in unserer Fortbildung die praktischen Methoden der mobilen Bauteilmetallographie zur nahezu zerstörungsfreien Beurteilung des Ist- und Schädigungszustands von Bauteilen direkt vor Ort. Durch Schleifen, Polieren und Ätzen mit tragbaren Geräten können Gefügebestimmungen und Oberflächenuntersuchungen effizient durchgeführt werden. Mithilfe von Aufsatzmikroskopen und Abdrucktechniken erfassen Sie das Gefüge und den Schädigungszustand unmittelbar am Bauteil. Unsere Fortbildung kombiniert Vorträge, Erfahrungsaustausch und Demonstrationen und wird von Expert*innen des Arbeitskreises Bauteilmetallographie im Fachausschuss Materialographie der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. geleitet.

Fortbildungsleitung

  • Rudi Scheck

    Rudi Scheck

  • Prof. Dr.-Ing. Magdalena Speicher

    Prof. Dr.-Ing. Magdalena Speicher

    Hochschule Kempten

Alle anzeigen 7

Bauteilmetallographie ermöglicht eine zerstörungsfreie Werkstoffbeurteilung des Ist- und Schädigungszustandes selbst größerer Bauteile.

Hier sind einige Gründe, warum Ihr Unternehmen von einer tieferen Kenntnis in diesem Bereich profitieren wird

  • Grundlegende Präparationstechniken: Erlernen Sie essenzielle Techniken zur Probenpräparation und die Vorbereitung ambulanter Untersuchungen am Bauteil.
  • Anwendung am Bauteil: Informieren Sie sich über ambulante Metallographie, Abdrucktechnik und die notwendigen Arbeitsschritte zur Durchführung.
  • Mobile Prüfung: Entdecken Sie, wie Sie tragbare Mikroskope, Härteprüfer und Funkenspektrometer in Industrieumgebung anwenden.
  • Praktische Anwendungen: Verbessern Sie Ihre Arbeitsweise durch umfangreiche Demonstrationen und praktische Übungseinheiten an konkreten Beispielen.
  • Qualitätssicherung: Erfahren Sie mehr über Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutz und Normung im praktischen Arbeitsbereich.  
  • Bauteil-Lebensdauer: Schätzen Sie aus den Prüfergebnissen die Rest-Lebensdauer im Zeitstandbereich ab.
  • Diskutieren Sie Ihre konkrete praktische Anwendung/Problemstellung mit Experten.

Nutzen Sie diese Chance, um Ihr Unternehmen technologisch weiterzuentwickeln und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen!


Wo liegen aktuell die größten praktischen Probleme in der Industrie in diesem Themenfeld?

Die Bauteilmetallographie lebt von Erfahrungswissen – und genau dieses geht mit der jetzt ausscheidenden Generation verloren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: flexibler Anlagenbetrieb statt Grundlast verschiebt die Schädigungsbilder von reinem Kriechen zu Kriechermüdung, moderne 9–12 %-Cr-Stähle und Mischnähte zeigen ihre Schädigung spät und sehr lokal. Die Befundung findet dabei nicht im Labor statt, sondern im Stillstand, auf dem Gerüst, unter Zeitdruck.

Welche typischen Fehler oder Fehleinschätzungen sehen die Referenten regelmäßig?

Am häufigsten wird ein Präparationsartefakt für einen Befund gehalten – Ausbrüche und Riefen werden zu Poren und Mikrorissen. Dazu kommen falsch gewählte Ätzmittel, nicht entfernte Verformungsschichten, Prüfstellen, die nach Zugänglichkeit statt nach Beanspruchung festgelegt werden, und Einzelbefunde, die ohne Betriebshistorie und ohne Trend über mehrere Revisionen bewertet werden.

Wo entstehen in der Praxis reale Kosten, Zeitverluste oder Qualitätsrisiken?

Ein Fehlbefund kostet in beide Richtungen: als unnötiger Bauteiltausch oder als übersehene Schädigung im Betrieb. Teurer als die Prüfleistung selbst ist meist der Stillstand – ein unbrauchbarer Abdruck bedeutet Isolierung erneut öffnen, Gerüst erneut stellen. Und nicht reproduzierbar dokumentierte Präparation ist im Gutachtenstreit angreifbar.

Was kann eine Teilnehmerin bzw. ein Teilnehmer nach der Fortbildung messbar besser als vorher?

Nach dem Seminar wählen die Teilnehmenden Präparationsfolge und Ätzmittel werkstoffgerecht aus, unterscheiden Artefakt und echten Befund sicher, klassifizieren Kriechschädigung reproduzierbar nach VGBE 517 und legen Prüfstellen beanspruchungsgerecht fest. Sie fertigen Replika reproduzierbar an und dokumentieren ihre Befunde so, dass diese auch Jahre später und vor Dritten belastbar sind. Vor allem aber erkennen sie die Grenzen der Methode: wann das Replika ausreicht bzw. andere Methoden zur Bewertung hinzugezogen werden müssen.