Fachausschuss
Materialographie

Die ständige Anpassung von Werkstoffen an ihre Einsatzbedingungen sowie das Erschließen neuer Anwendungen bringt eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Geräten und Methoden zur Materialcharakterisierung mit sich. Unter dem Begriff der Materialographie werden alle Methoden zur Gefüge- und Strukturuntersuchung von Werkstoffen zusammengefasst. Das beinhaltet die Probenpräparationsverfahren, die verschiedensten mikroskopischen Methoden einschließlich der Elektronenmikroskopie und der hochauflösenden Röntgen-Computertomographie sowie die Analyse, Bewertung und Dokumentation der mikroskopischen Untersuchungsergebnisse. Computergestützte Methoden der Datenverarbeitung und -auswertung spielen dabei eine immer größere Rolle. Der Fachausschuss Materialographie fördert und koordiniert mit seinen Arbeitskreisen den regelmäßigen Austausch unter Fachleuten, mit dem Ziel, diese wichtige Disziplin weiterzuentwickeln. Dabei wird die organisatorische und strategische Leitung von dem/der Vorsitzenden und dem/der Stellvertreter*in wahrgenommen, die von den Mitgliedern des Arbeitskreises Koordinierung beratend unterstützt werden.

Um Werkstoffe immer besser an ihre Einsatzbedingungen anpassen und neue Anwendungen erschließen zu können, müssen Methoden und Geräte kontinuierlich weiterentwickelt werden, die zur Gefüge- und Strukturuntersuchung von Materialien dienen. Diese Aufgabe erfüllt die Materialographie. Dies beinhaltet Probenpräparationsverfahren, verschiedenste mikroskopische Methoden (einschließlich der Elektronenmikroskopie und der hochauflösenden Röntgen-Computertomographie) sowie die Analyse, Bewertung und Dokumentation der Untersuchungsergebnisse.

Im Klimaschutz, aber auch auf den Gebieten der Ressourceneffizienz und der Nachhaltigkeit, leistet die Materialographie wichtige Beiträge. Nicht zuletzt dient sie dazu, durch eine Weiterentwicklung der Verständnisbasis von Materialien die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie auf den unterschiedlichsten Feldern zu sichern – und damit den Wohlstand der Gesellschaft und den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Im Bereich der hochaufgelösten Rasterelektronenmikroskopie (REM) mit fokussiertem Ionenstrahl (FIB), der Atomsondentomographie und der 3D-Mikroskopie, aber auch bei der digitalen Bildanalyse sowie auf dem Gebiet der computergesteuerten Mikroskope und der Röntgenmikroskopie konnten in den letzten Jahren zahlreiche Durchbrüche erzielt werden. In den nächsten Jahren sind trotzdem noch viele Herausforderungen zu meistern. So muss die automatisierte Multiskalen-3D-Mikroskopie für die Materialographie ebenso weiterentwickelt werden wie jene Möglichkeiten, die zur Erstellung (physikalischer) Modelle zur Beschreibung der Gefüge-Eigenschaftskorrelationen führen können. Auf diesen Gebieten gibt es noch große Potenziale für die Forschung.

Zur Weiterentwicklung der Materialographie sind in diesem Rahmen Forschungsprojekte zum Thema Methodenentwicklung für wichtige Querschnittsthemen zwingend notwendig. Etwa zur Verbesserung mikroskopischer Methoden oder zur Entwicklung physikalischer Modelle, mit denen sich Eigenschaften aus der chemischen Zusammensetzung und dem Gefüge besser als bisher berechnen lassen. Auch in der Simulation der Entstehung von Gefügen sowie der Berechnung der Eigenschaften aus dem Gefüge existiert großer Forschungsbedarf. Hierzu müssen interdisziplinäre Projektteams geschaffen und vor allem auch IT-Kompetenz mit eingebunden werden.

Ziele

  • Organisation und Verantwortung der jährlich stattfindenden Metallographie-Tagungen
  • Förderung des regelmäßigen wissenschaftlich-technischen Austausches unter Fachleuten
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Förderung der Aus- und Weiterbildung von Materialographinnen und Materialographen
  • Weiterentwicklung der Materialographie auf den Gebieten der Methodenentwicklung, etwa für mikroskopische Verfahren und physikalische Modelle, der Simulation und Modellierung und bei den Digitalisierungsthemen wie z.B. Machine Learning und quantitative Bildanalyse

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