Wasserstoff als klimaneutraler Energieträger hat Einzug in weite Felder der Technik gehalten. Gelangt diffusibler Wasserstoff in metallische Bauteile, kann dieser bereits bei geringen Konzentrationen unter 1 ppm zum Versagen führen. Aus diesem Grund existieren hochgenaue selektive Wasserstoffanalyseverfahren, die ein methodisches und einheitliches Vorgehen bei der Probenlagerung, -vorbereitung sowie bei der Analyse und Auswertung erfordern.
Sowohl bei der Aufklärung von Bauteilschäden als auch bei der Erforschung wasserstoffresistenter Werkstoffe nimmt die hochgenaue Wasserstoffanalytik eine essenzielle Rolle ein. Schädigende Effekte gehen in aller Regel auf diffusiblen Wasserstoff zurück. Wasserstofftraps können hingegen als Puffer wirken und die Resistenz von Werkstoffen gegenüber Wasserstoffversprödung. Aus diesem Grund existiert eine Vielzahl hochgenauer Wasserstoffanalysemethode, die eine selektive Erfassung des Wasserstoffs ermöglichen, jedoch ein systematisches Vorgehen bei der Durchführung der Messungen sowie der Auswertung erfordern. Im Arbeitskreis „Optimierung der selektiven Wasserstoffanalytik“ werden alle Aspekte der selektiven Wasserstoffanalyse für unterschiedliche Verfahren und Werkstoffe betrachtet und optimiert. Hierzu werden u.a. wiederkehrende Ringversuche an einheitlich vorbeladenen Proben durchgeführt, durch die in den teilnehmenden Laboren und Instituten ein optimiertes Vorgehen bei der Wasserstoffanalyse erarbeitet, etabliert und nachgewiesen wird.
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