Das nötige Rüstzeug für den Umgang mit Werkstoffdatenbanken

NACHBERICHT | Die Fortbildung „Einführung von Werkstoffdatenbanken in Industrie und Forschung (11. bis 12. November 2020) stand unter der fachlichen Leitung von Dr.-Ing. Uwe Diekmann, Matplus GmbH.

 

Die Schlagworte Industrie 4.0, Cyber Physical Systems, digitale Zwillinge, Material Digital und digitale Wertschöpfungsketten haben eine hohe Präsenz in den Medien. Allerdings gibt es heute, sowohl in der industriellen Praxis als auch in der Forschung, vielfach keine echte IT-Unterstützung für Werkstoffdaten. Daten liegen verteilt und inkonsistent in unterschiedlichen Dateisystemen, sodass keine systematische Verarbeitung und Auswertung möglich sind. In der Folge geht Wissen verloren und es entstehen hohe Kosten, z.B. für vermeidbare Doppelprüfungen. Was kann bereits heute in Forschung und Industrie getan werden, um in der täglichen praktischen Arbeit mit Werkstoffdaten besser zu werden? Wie kann verhindert werden, dass Wissen verloren geht oder teure Prüfungen unnötig wiederholt werden? Gerade die Werkstofftechnologie eröffnet am Markt Differenzierungspotenziale, sodass der Aufbau von unternehmensweiten Werkstoffdatenbanksystemen eine zunehmende Bedeutung bekommt.

In der Fortbildung erhielten die 15 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft eine Übersicht über das Themengebiet und das fachliche Rüstzeug, um zukünftig bei Auswahl, Beschaffung und Implementierung von Werkstoffdatensystemen die richtigen Fragen zu formulieren und die besten Entscheidungen zu treffen.

 

Die Themen und Inhalte der Fortbildung waren:

  • Marktübersicht existierender Systeme, Werkstoffdaten im Internet
  • Labordatenmanagement auch für komplexe Werkstoffprüfungen
  • Zusammenführung von Simulationsdaten und Labordaten
  • Wissensmanagement durch Integration von Daten und Wissen
  • Werkstoffauswahl in der Konstruktion
  • Einbindung von Werkstoffdaten in die Produktentwicklung (CAD/CAE)
  • Nutzung von Referenzdatenbanken und externen Datenquellen
  • Nutzung von Werkstoffdaten für Gefahrstoffdeklarationen (Compliance)
  • Datenaustausch von Prüfdaten und Prüfbescheinigungen

Die Teilnehmer erhielten somit praktisch nutzbare Informationen sowie ein Rüstzeug für die Auswahl, die Spezifikation und die Einführung von Werkstoffdatenbanksystemen. Sie lernten die Begrifflichkeiten im IT-Kontext kennen, um mit den entsprechenden Fachabteilungen eine Lösung zu spezifizieren oder für die Diskussion mit IT Fachabteilungen. Insbesondere wurden dabei Best-Practices, Anwendungsfälle und Prozesse vorgestellt.

Zudem wurde den Teilnehmern eine Übersicht der am Markt verfügbaren Systeme und Datenbanken aufgezeigt.

 

Der nächste Termin für die Fortbildung „Einführung von Werkstoffdatenbanken in Industrie und Forschung“ ist für den Zeitraum vom 23. bis 24. März 2021, dann ebenfalls wieder als Online-Format, geplant.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter fortbildung@dgm-inventum.de zur Verfügung

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