Werkstoffentwicklung
Legierungen und Titanaluminide
Eigenschaftsprofile stehen im Mittelpunkt der Legierungsentwicklung.
Behandelt werden Titan, Titanlegierungen und Titanaluminide sowie die Entwicklung und Herstellung neuer Legierungen.
Titanwerkstoffe entlang der Prozesskette – von der Legierung bis zum Bauteil.
Leitung
Carsten Siemers
Technische Universität Braunschweig
Stellv. Leitung

Werkstoffentwicklung
Eigenschaftsprofile stehen im Mittelpunkt der Legierungsentwicklung.
Behandelt werden Titan, Titanlegierungen und Titanaluminide sowie die Entwicklung und Herstellung neuer Legierungen.
Herstellungswege
Die Prozesskette umfasst konventionelle und additive Verfahren.
Zu den Themen gehören Pulvererzeugung und -verarbeitung, thermomechanische Behandlung, Feinguss und Additive Fertigung.
Anwendung
Titanwerkstoffe werden für vielfältige Bauteilanwendungen betrachtet.
Die Herstellung von Bauteilen wird im Zusammenhang mit Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Chemie, Energie, Offshore-Bereich, Bauwesen und Automobilindustrie betrachtet.
Neue Herstellprozesse und eine bessere Materialausnutzung sind wesentliche Themen für Titanwerkstoffe. Additive Fertigung und endkonturnahe Verfahren wie der Feinguss werden dabei als mögliche Wege betrachtet, den Materialeinsatz bei der Bauteilherstellung zu verbessern.
Auch das Recycling von Titan und die Untersuchung von Materialkreisläufen für hochwertige Bauteile stehen im Fokus. Hinzu kommen Fragen zur Oxidationsbeständigkeit, zur Bearbeitbarkeit und zu Legierungen für höhere Einsatztemperaturen.
Fachlicher Dialog
Unterschiedliche Perspektiven kommen in einem Fachgremium zusammen.
Der Fachausschuss bringt Fachleute aus Industriebetrieben mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Forschungseinrichtungen und Hochschulen zusammen.
Internationale Verbindungen
Aktuelle Entwicklungen werden international vorgestellt und diskutiert.
Mitglieder stellen ihre aktuellen Entwicklungen auf der alle vier Jahre stattfindenden Titan-Weltkonferenz vor. Darüber hinaus bestehen bilaterale Kooperationen mit Forschungseinrichtungen weltweit.
Perspektiven
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein besonderes Anliegen.
Der Fachausschuss möchte junge Menschen für die Titan-Community interessieren und ihnen Berufsperspektiven in diesem Feld aufzeigen.
Titanlegierungen verbinden hohe spezifische Festigkeit mit ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit und Biokompatibilität. Sie werden deshalb neben der Luft- und Raumfahrt auch in der chemischen Industrie, im Bauwesen, in der Medizintechnik sowie im Offshore-, Energie- und Automobilbereich eingesetzt.
Die energieintensive Rohstoffgewinnung macht Titan im Vergleich zu anderen Metallen relativ kostenintensiv. Fachliche Schwerpunkte liegen daher auf neuen Herstellprozessen, der Verbesserung der Materialausnutzung und dem Recycling hochwertiger Bauteile. Weitere Themen sind Legierungen mit gezielten Eigenschaftsprofilen, Oxidationsbeständigkeit, spanende Bearbeitung und der Einsatz bei höheren Temperaturen.
Additive Fertigung und endkonturnahe Verfahren wie der Feinguss werden mit Blick auf Materialeffizienz und Bauteilgestaltung diskutiert. Auch Mischverbindungen mit anderen Werkstoffen und Multi-Material-Konzepte für den Leichtbau gehören zu den relevanten Forschungsfeldern.