Der Lunch-Talk des Fachausschuss Circular Materials der DGM bot den Teilnehmenden einen tiefen Einblick in das Sprayformingverfahren und seine wachsende Bedeutung im Kontext der Kreislaufwirtschaft. Das Sprayforming, ein Verfahren, bei dem geschmolzenes Metall zerstäubt wird, um endkonturnahe Produkte herzustellen, bietet zahlreiche Vorteile für Hochleistungswerkstoffe und ist damit eine vielversprechende Lösung für Anwendungen in der Kreislaufwirtschaft.
Dr. Dahmen hob die Vielseitigkeit des Verfahrens hervor, insbesondere sein Potenzial für die Entwicklung neuer Legierungen mit maßgeschneiderten Eigenschaften. Diese Flexibilität ermöglicht die Herstellung von Werkstoffen mit verbesserten Eigenschaften, wie z. B. einer höheren mechanischen Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, die für Branchen, die Hochleistungswerkstoffe benötigen, von entscheidender Bedeutung sind.
Einer der Hauptvorteile des Sprayformings ist seine Ressourceneffizienz. Durch den geringeren Materialverbrauch bei der Produktion und die Reduzierung von Abfall entspricht diese Technik den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus unterstützt sie das Recycling von Materialien, ein wesentlicher Aspekt nachhaltiger Fertigungsverfahren.
Anschließend wandte sich die Diskussion der praktischen Anwendung des Sprayformings in verschiedenen Branchen zu. Dr. Dahmen hob dessen Potenzial in Sektoren wie Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Energie hervor, in denen Hochleistungswerkstoffe von entscheidender Bedeutung sind. Die Möglichkeit, Legierungen mit maßgeschneiderten Eigenschaften zu entwickeln und herzustellen, eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten, die mit herkömmlichen Verfahren bisher nicht realisierbar waren.
Im Anschluss an die Präsentation folgte eine lebhafte Diskussion, die von Dr. Alexander Gramlich, Vorsitzender des Fachausschusses Circular Materials, moderiert wurde. Im Gespräch wurden wichtige technologische Möglichkeiten, aktueller Forschungsbedarf und die Herausforderungen für die Industrie bei der Umsetzung dieser fortschrittlichen Fertigungstechniken erörtert. Die Teilnehmer tauschten sich darüber aus, wie diese Innovationen skaliert und in industrielle Produktionsprozesse integriert werden können, um die Entwicklung von Strategien für zirkuläre Materialien in der Praxis voranzutreiben.
Diese spannende Veranstaltung bot eine Plattform für den Wissensaustausch und brachte Expert*innen aus Wissenschaft und Industrie zusammen. Sie war ein weiterer wichtiger Schritt zur Förderung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und zeigte, wie innovative Verfahren wie das Sprayforming zu einer nachhaltigeren und effizienteren Materialnutzung beitragen können.