Petra von der Bey - 35 Jahre DGM

1988 Metallographie-Tagung Garmisch-Partenkirchen

1989 EUORMAT in Aachen

1990 Hauptversammlung Osnabrück

1991 Büro in Oberursel

1992 Junior-EUROMAT in Lausanne

1992 Junior-Euromat in Lausanne

2019 100. Jahrfeier in Berlin

Petra war schon da, als ich 1990 zur DGM kam. Sie gehörte in der Geschäftsstelle der DGM in Oberursel zur jungen Generation. Mein Vorgänger, Volker Schumacher, hatte sie drei Jahre zuvor eingestellt nach ihrer Ausbildung in einem Großhandelskonzern und anschließendem USA-Aufenthalt. Schumacher hatte das Tagungsgeschäft bereits sehr professionell entwickelt, auch international. Um so bedeutender war es, dass er Petra bereits 1988 die Projektleitung der Metallographie-Tagung in Garmisch-Partenkirchen, 1989 der Hauptversammlung in Karlsruhe sowie im gleichen Jahr der ersten EUROMAT in Aachen übertrug. Das war ein großer Vertrauensbeweis, den ich damals – als Tagungsteilnehmer – noch gar nicht richtig einschätzen konnte.

Zunächst schien es mir vor allem an der Zeit, die noch völlig ‚analoge‘ Geschäftsstelle zu ‚informatisieren‘, d. h.  alle Mitarbeiter mit einem PC auszustatten und mit einem einfachen Netzwerk miteinander zu verbinden. Dabei konnten wir auch die große Adressdatenbank, die noch bis dato von einem externen Dienstleister verwaltet wurde, in unser Netzwerk aufnehmen - eine neue Epoche also für die DGM-Geschäftsstelle. Erwartungsgemäß konnten sich Petra und ihre jungen Kolleginnen schnell in der neuen informatisierten Verwaltungswelt zurechtfinden.

Petras ausgeprägtes Ordnungsverständnis erschloss sich mir zunächst aber in der klassischen Ablage. Und ‚abzulegen‘ hatten wir eine Menge: Berichte und Protokolle von Veranstaltungen, Sitzungen, Presseberichte, Marktbeobachtungen, usw. mussten verwaltet, dokumentiert und ausgewertet werden. Auch die Adressdatenbank wuchs und wuchs. Wenn wir auch in dieser Breite mit unserer ersten Informatikausstattung und unseren Softwarekenntnissen noch nicht überall in die Digitalisierung einsteigen konnten, war ich dankbar für den frühen Gleichklang von Petras Seite.

1992 eröffnete die DGM im Namen der FEMS an der ETH in Lausanne (CH) die zweijährige low-budget Tagungsreihe ‚Junior EUROMAT‘, zu deren Erfolg und Akzeptanz bei der studentischen Jugend in West- und Ost-Europa in dieser frühen Zeit Petra als Projektleiterin an mehreren Veranstaltungen in Folge sehr wesentlich beitrug. Die Tagung blieb lange Jahre bei der DGM, bevor sie ab 2016 wie die EUROMAT durch die Mitgliedsländer der FEMS tourte.

Nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten zwischen 1992 und 1994 begannen wir, für 1996 in enger Kooperation mit DKG und VDI-W in Stuttgart die Werkstoffwoche‘ auszuschreiben. Nach dem Erfolg der EUROMAT 1989 lag es auch für mich auf der Hand, Petra die Projektleitung der Werkstoffwoche zu übertragen, die nun auch die Abstimmung mit den beiden Partnervereinen einschloss. Die Werkstoffwoche war – gerade auch als gemeinsame Veranstaltung der drei Vereine - so erfolgreich, dass sie ab dem zweiten Mal 1998 in München als ‚Materials Week‘ auf englisch fortgesetzt wurde zusammen mit der Ausstellung ‚Materialica‘ der Messe München. Diese Kooperation eröffnete die Reihe der großen interdisziplinären, internationalen Tagungen der DGM.

Ende 1997 zog sich Petra für ein Jahr in den Mutterschaftsurlaub zurück. Nach ihrer Rückkehr entwickelte sich – auch bedingt durch die zunehmende Netzfähigkeit der PCs - in der DGM auch die Heimbürotätigkeit als Teilzeitmöglichkeit vor allem für junge Mütter und Väter. Diese Option kam Petra insbesondere im Vorfeld der EUROMAT 1999 in München sehr gelegen. Die Koordinierung von fast 80 Programmausschuss-Mitgliedern aus ganz Europa, die mehr als 2000 eingereichte Abstracts bewerten mussten, konnte vor allem dank der gerade sich international etablierenden Email-Kommunikation und der weiterentwickelten Internet-Anbindung gelingen.

Nach meinem Ausscheiden 2009 trafen wir uns gelegentlich auf der einen oder anderen DGM-Veranstaltung wieder. Zuletzt trafen wir uns wieder im November 2019 in Berlin anlässlich der 100-Jahre-Jubiläumsfeier der DGM, die natürlich Petra koordinierte.

Ich erlebe Petra heute als souveräne Grand Old Lady der DGM-Geschäftsstelle, die letzte Mitarbeiterin meiner Dienstzeit, inzwischen an der Seite ihres vierten (!) Geschäftsführers, Stefan Klein, dem sie helfen kann, nach der Unruhe der letzten Jahre die DGM zu einer stabilen neuen Entwicklung zu führen.

Ich bin ihr sehr dankbar für ihre Loyalität über die Jahre hinweg und gratuliere ihr herzlich zum nicht alltäglichen 35-jährigen Dienstzeit-Jubiläum.

Peter Paul Schepp, DGM-Geschäftsführer 1990-2009

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