Arbeitskreis
Begleitelemente im Aluminium
Aluminium ist ein recyclingfreundliches Metall, das unendlich oft eingeschmolzen wird, wobei identische oder neue Produkte resultieren. Der steigende Verbrauch von Aluminium und die unterschiedlich langen Produktzykluszeiten, z.B. Bierdose / Motorblock, machen es notwendig, diesem Kreislauf Aluminium, produziert aus Tonerde (Al2O3) mittels Elektrolyse, hinzuzufügen.
Nun werden die Anforderungen an die Bauteile immer ambitionierter, und damit auch die An-forderungen an die Legierung als Ausgangspunkt der Entwicklungen. Die Legierungsnormen geben einen ersten Hinweis auf für eine Anwendung geeignete Zusammensetzung, wobei Begleitelemente bzw. Spurenelemente zum Teil gar nicht erwähnt werden. Dies gilt sowohl für mittels Elektrolyse gewonnenes Metall als auch für recycliertes Aluminium. Es gibt zwar heute bereits wissenschaftliche Arbeiten, die den Einfluss von Spurenelementen auf das Eigenschaftsprofil von Legierungen auf-zeigen. Dies sind aber mehr oder weniger Einzelarbeiten. Daher soll sich dieser Arbeitskreis dem Thema strukturiert nähern, über aktuelle Entwicklungen berichten und Anstöße für zukünftige Arbeiten geben.
Als Legierung wurden die Systeme der 2xxx, 5xxx, 6xxx und 7xxx Serie definiert.
Als abprüfbare Eigenschaften sollen Ermüdung, Rekristallisationsverhalten, Umformbarkeit (kalt, warm), Wärmestabilität, Aushärtungsverhalten, Leitfähigkeit und Eigenschaften, die mit der Ober-fläche korreliert sind, im Fokus stehen. Das mögliche Abprüfen der Korrosionseigenschaften soll durch Empfehlung an entsprechende Arbeitskreise weitergegeben werden (GDA, GfKORR).
Alle Vertreter aus Industrie und Instituten sowie Forschung und Entwicklung, die im Sinne dieser Ziele Interesse an einer offenen, konstruktiven und vertraulichen Mitarbeit im Arbeitskreis haben, sind herzlich dazu eingeladen.