
Das Thema Materialermüdung hat auch nach mehr als 150 Jahren nach August Wöhlers ersten systematischen Versuchen zur Schwingfestigkeit von Eisenbahnachsen nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Ob hochfeste Stähle, Leichtmetalle oder additiv gefertigte Strukturen; hohe Zyklenzahlen bei wechselnder Beanspruchung legen rasch Schwachstellen in der Mikrostruktur von Konstruktionswerkstoffen offen. So ist die Inspiration für ermüdungsresistente Materialien ebenso ein Thema des Arbeitskreises wie die Entwicklung neuer Prüfmethoden und Messtechnik sowie die Modellierung des Schädigungsverhaltens unter Schwingbeanspruchung. Vor diesem Hintergrund findet auf Einladung von Industrieunternehmen, Forschungsinstituten oder Hochschulen halbjährlich eine zweitägige Sitzung des Arbeitskreises Materialermüdung mit ca. 40 bis 70 Teilnehmer*innen aus verschiedenen Bereichen der angewandten Ermüdungsforschung statt. Der Gemeinschafts-Arbeitskreis ist nicht nur innerhalb der DGM und des DVM, sondern auch europäisch, z.B. mit dem schwedischen Fatigue-Network UTMIS vernetzt.