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Fachausschuss

Stranggießen

Prozesstechnik, Gussqualität und Werkstoffverhalten im Stranggießen.

Vom Schmelzen bis zum Erstarren: Stranggießen, Kokillentechnik und Spray Forming im Austausch von Forschung und Praxis.
Mitglieder154
Gründungsjahr1972
MandantDGM e.V.

Leitung

  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Rüdiger Böhmer

    Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Rüdiger Böhmer

    Universität Hildesheim

Stranggießen umfasst die Prozesskette vom Schmelzen über das Gießen bis zum Erstarren und Kühlen. Gießparameter beeinflussen Erstarrung, Abkühlung und Kontraktion – und damit Gussqualität, Eigenspannungen, Gefüge und Homogenität.

Der seit 1972 bestehende DGM-Fachausschuss behandelt Stranggießen mit ofenabhängigen und ofenunabhängigen Kokillen für eine breite Werkstoffpalette, darunter Aluminium- und Kupferwerkstoffe. Hinzu kommt das Spray Forming von Aluminium-, Kupfer- und Stahl-Sonderwerkstoffen.

01 · Technische Themen

Prozesskette und Werkstoffzustand

Erstarrung und Kühlung

Gießparameter im Zusammenhang

Wirkungen entlang der Prozesskette betrachten.

Der Fachausschuss betrachtet den Einfluss von Gießparametern auf Erstarrung, Abkühlung und Kontraktion.

Gussqualität

Gefüge und Eigenspannungen

Zusammenhänge mit der Qualität des Gusses verstehen.

Gussqualität, Eigenspannungen, Gefüge und Homogenität werden im Zusammenhang mit der Prozessführung diskutiert.

Verfahrensvarianten

Kokillentechnik und Spray Forming

Stranggießen und Sonderwerkstoffe fachlich verbinden.

Zu den Themen gehören ofenabhängige und ofenunabhängige Kokillen sowie das Spray Forming von Aluminium-, Kupfer- und Stahl-Sonderwerkstoffen.

Gießereipraxis

Digitalisierung in der Gießerei

Digitale Entwicklungen als übergreifendes Thema aufgreifen.

Die Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Gießerei ist ein langfristig orientiertes Thema des Fachausschusses.

02 · Tagungen und Besichtigungen

Fachlicher Austausch aus Industrie und Forschung

Fachleute aus Produktionsbetrieben, von Zulieferfirmen für Feuerfestmaterialien, Schmelz- und Gießöfen, Gießanlagen sowie Mess- und Betriebstechnik treffen auf Expert*innen aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Universitäten. Im Mittelpunkt stehen technische Fragestellungen und Erfahrungen aus der Praxis.

Wechselseitige Betriebs- und Institutsbesichtigungen ergänzen Fachvorträge von Mitgliedern und eingeladenen Expert*innen. Die Jahrestagung findet einmal jährlich statt; die Arbeitskreise tagen in der Regel zweimal pro Jahr. Die Arbeitssprache ist Deutsch, Gastvorträge in Englisch sind willkommen.

03 · Mitgliedschaft und Nachwuchs

Aktiv in der Ausschussarbeit mitwirken

Der Fachausschuss und seine Arbeitskreise stehen fachlich ausgewiesenen Personen und Institutionen offen. Auch Nachwuchskräfte in Industrie und Forschung sowie Studierende vor dem Abschluss können sich einbringen.

Gastmitglieder beteiligen sich entsprechend ihrer fachlichen Ausrichtung punktuell oder werden zu bestimmten Themen eingeladen. Ständige Mitglieder arbeiten kontinuierlich in mindestens zwei Zielbereichen des Fachausschusses und/oder seiner Arbeitskreise mit und können bei Bedarf problembezogene Ad-hoc-Arbeitsgruppen bilden. Die Aufnahme erfolgt nach persönlicher Vorstellung durch Wahl.

In den derzeit drei Arbeitskreisen werden übergreifende und arbeitskreisspezifische Themen behandelt. Im Mittelpunkt stehen die Erweiterung des Verfahrenswissens und die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse vom Schmelzen über das Gießen bis zum Erstarren unter ökonomischen, Nachhaltigkeits- und Qualitätsaspekten. Weitere Themen sind die Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit zur Verringerung von Unfällen und Beinaheunfällen, technische Lösungen aus Energie- und Prozesstechnik, die Digitalisierung in der Gießerei sowie der Erfahrungsaustausch zur Gießereipraxis.

Praxisnaher fachübergreifender Austausch, wechselseitige Betriebsbesichtigungen und Fachvorträge von Mitgliedern sowie eingeladenen Expert*innen prägen die Ausschussarbeit. Regelmäßiges Benchmarking zur Bestimmung des Stands der Technik, die fachliche Begleitung geförderter Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie die Einbindung des Nachwuchses ergänzen die Arbeit.