Re-Use
Produkte weiter nutzen
Alterung begrenzen, damit Produkte im Einsatz bleiben.

Materialien im Kreislauf halten – durch Nutzung, Reparatur, Wiederaufarbeitung und Recycling.
Re-Use
Alterung begrenzen, damit Produkte im Einsatz bleiben.
Re-Manufacturing
Materialverbindungen und Verbunde müssen gezielt gelöst werden.
Recycling
Erkennung und Sortierung bereiten den Weg zu Sekundärrohstoffen.
Recyclinggerechte Produkte erleichtern das Lösen von Verbindungen, die Trennung von Materialfraktionen und die weitere Aufbereitung. Die Kreislaufführung bringt zugleich Zusammensetzungen mit sich, die aus realen Stoffströmen resultieren. Werden Aluminiumlegierungen durch unzureichende Separation mit kleinen Mengen Elektroschrott vermengt, entstehen Zusammensetzungen, für deren Beschreibung oft schon thermodynamische Grunddaten fehlen.
Der Fachausschuss betrachtet zudem Versorgungskritikalität und die Entwicklung geeigneter Substituenten für knappe Materialressourcen in Zukunftstechnologien. Material-, Prozess- und Produktdaten bilden dafür eine fachliche Grundlage.
Bewertung
Materialflüsse und CO₂-Äquivalente gehören zur Bewertung.
Daten
Daten verbinden Werkstoffe, Prozesse und Produkte.
Rahmenbedingungen
Technische Fragen stehen im Zusammenhang mit Regeln und Märkten.
Vernetzung
Aktuelle Projekte in Deutschland schaffen Gesprächsanlässe.
Die Lebensgeschichte eines Materials beginnt beim Abbau und führt über Herstellung und Nutzung bis zum Ende eines Produkts, das noch zu häufig auf Deponien oder in der Natur als Abfall endet. Entlang dieses Weges entstehen Materialverluste; zugleich ist ein hoher Energieeinsatz erforderlich, der erheblich zum Klimawandel beiträgt. Für die Kreislaufführung sind daher unterschiedliche Wege zu betrachten: die weitere Nutzung ganzer Produkte, die Wiederaufarbeitung von Bauteilen und die Rückgewinnung separierter Materialien.
Jeder dieser Wege stellt materialwissenschaftliche Fragen. Re-Use erfordert, Alterungsvorgänge wie Korrosion, Diffusion und Rissbildung zu begrenzen. Für Re-Manufacturing und Recycling müssen Materialverbindungen und Verbunde gelöst sowie Material- und Legierungsbestandteile getrennt werden. Recyclinggerechte Produktgestaltung und die Erkennung von Materialfraktionen erleichtern die anschließende Aufbereitung zu Sekundärrohstoffen.
Hinzu kommen die Bewertung der Versorgungskritikalität und die Entwicklung geeigneter Substituenten für knappe Materialressourcen in Zukunftstechnologien. Auch Verunreinigungen aus unzureichend getrennten Stoffströmen verändern Legierungszusammensetzungen; für deren Beschreibung fehlen häufig grundlegende thermodynamische Daten. Der Fachausschuss bringt diese Fragen mit Themen wie Korrosionsschutz, Prozess- und Materialdesign, Reparatur und Wasserstoffeinsatz zusammen.