Leitung
Aufgrund der Vielfältigkeit archäologischer Problemstellungen muss die Archäo-Materialographie als Gesamtes betrachtet werden und ist nicht mit konventionellen Schwerpunkten mit abgegrenzten Themenbereichen zu vergleichen. Für den an Archäo-Materialographie interessierten Forschenden ist eine Planung von Untersuchungen nicht möglich, da es naturgemäß unmöglich ist vorherzusagen, welche archäologischen Artefakte für Untersuchungen zur Verfügung gestellt werden. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, bedarf es interessierter Forscher*innen, die sich neben ihrer normalen Tätigkeit archäologischer Themen annehmen und Untersuchungen, möglichst gratis, durchführen.
Archäolog*innen sind dafür ausgebildet, Ausgrabungen durchzuführen und wissenschaftlich zu dokumentieren sowie die geborgenen Artefakte richtig zu beschreiben. Sinnvoll wäre es, wenn ausgebildete Materialwissenschaftler*innen in die Untersuchungen der Artefakte eingebunden wären, um ihre Expertise bezüglich Materialuntersuchungen und technologischer Prozesse einzubringen. Daher wäre anzustreben, dass auch Archäolog*innen am Arbeitskreis teilnehmen, um die diversen Themenkreise zu diskutieren.