Fachausschuss
Stranggießen

Der DGM-Fachausschuss Stranggießen besteht seit 1972. In derzeit drei Arbeitskreisen beschäftigt er sich mit allen Fragen rund um das Stranggießen mit ofenabhängiger und ofenunabhängiger Kokille für eine breite Werkstoffe-Palette, ausgehend von Aluminium- und Kupferwerkstoffen, und das Sprühkompaktieren (Spray Forming) von Aluminium-, Kupfer- und Stahl-Sonderwerkstoffen. Der Fachausschuss bringt heute Fachleute aus Produktionsbetrieben, Zulieferfirmen für Feuerfestmaterialien, Schmelz- und Gießöfen, Gießanlagen, Mess- und Betriebstechnik miteinander und mit Expert*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Universitäten zusammen, zu Fachdiskussionen, zum praxisnahen Erfahrungsaustausch und zu wechselseitigen Betriebsbesichtigungen. Der Fachausschuss findet einmal jährlich zu seiner Jahrestagung zusammen, die Arbeitskreise tagen in der Regel zweimal jährlich. Die Sprache des Fachausschusses und seiner Arbeitskreise ist Deutsch, Gastvorträge in Englisch sind willkommen. Der Fachausschuss ermutigt die junge Generation, sich in seinen Arbeitskreisen zu engagieren, als Möglichkeit, mit Themen der Praxis bekannt zu werden und als Forum, um sich bekanntzumachen.

Inhaltliche Schwerpunkte:

Konkret arbeitet der Fachausschuss an verschiedenen übergreifenden Themen, die in den Arbeitskreisen neben Arbeitskreis-spezifischen Arbeitsgegenständen angegangen werden. Zu den verbindenden und langfristig orientierten Themen des Fachausschusses gehören:

  1. die Erweiterung des Verfahrenswissens und die ständige Verbesserung der Verfahren vom Schmelzen bis zum Gießen und Erstarren unter ökonomischen, Nachhaltigkeits- und Qualitätsaspekten,
  2. die Stärkung und Weiterentwicklung der technischen, organisatorischen und verhaltensprägenden Arbeitssicherheit zur Sicherung und weiteren Verringerung des Unfallgeschehens und der Beinaheunfälle („Vision Zero“),
  3. das Kennenlernen von fachübergreifenden technischen Lösungen aus anderen Gebieten der Energie- und Prozesstechnik und ihres Potentials für das Stranggießen,
  4. die Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Gießerei,
  5. der Austausch über die Praxis in der Gießerei von „A“ wie Arbeitssicherheit bis „Z“ wie Zuschlagstoffe.

Organisatorische Schwerpunkte:

Die vorgenannten inhaltlichen Schwerpunkte prägen die Merkmale der Organisation des Fachausschusses. Hierzu gehören wechselseitige Betriebsbesichtigungen, der fachübergreifende und praxisnahe Erfahrungsaustausch zu technischen Verfahrensfragen, Fachvorträge (durch Mitglieder und eingeladene Expert*innen), ein in der Regel alle fünf Jahre stattfindendes „Symposium Stranggießen“, die Förderung des wissenschaftlichen Verständnisses des Gießprozesses, regelmäßiges Benchmarking zur Definition des Stands der Technik, das Initiieren und das fachliche Begleiten von geförderten F&E-Vorhaben, die Einbindung und Förderung des Nachwuchses.

Aktive Mitgliedschaft:

Der Fachausschuss und entsprechend ihrer fachlichen Spezialisierung auch die Arbeitskreise verstehen sich als Zusammenkunft der Stranggießer; sie sind indes grundsätzlich offen für facheinschlägig ausgewiesene Personen oder Institutionen, aber auch für Nachwuchskräfte in Industrie und Forschung, ebenso Studierende vor dem Abschluss. Der Fachausschuss kennt Gastmitglieder und ständige Mitglieder. Gastmitglieder beteiligen sich entsprechend ihrer fachlichen Ausrichtung sporadisch oder werden zu bestimmten Themen eingeladen. Ständige Mitglieder sind in mindestens zwei der Zielbereiche des Fachausschusses und/oder seiner Arbeitskreise aktiv tätig und bringen sich permanent und aktiv beitragend in die Ausschussarbeit ein. Sie bilden bei Bedarf problembezogene Ad-hoc-Arbeitsgruppen. Sie werden nach persönlicher Vorstellung durch Wahl aufgenommen. Sie arbeiten aktiv an der Gestaltung und Lösung der Arbeitsthemen und ermöglichen wechselseitige Betriebs- oder Institutsbesichtigungen. Alle Mitglieder befolgen die Compliance-Regeln der DGM.

Ziele

  • Aufgreifen von industriellen und wissenschaftlichen Fragestellungen zur Prozesstechnik auf dem Gebiet des Stranggießens von Metallen, vom Schmelzen bis zum Erstarren und Kühlen
  • Erarbeiten eines wissenschaftlich fundierten Verständnisses des Einflusses von Gießparametern auf Erstarrung, Abkühlung und Kontraktion und der daraus resultierenden Wirkungen auf Gussqualität, Eigenspannungen, Gefüge und Homogenität
  • Bilden eines Kommunikationsraums des Stands der Technik und für neue technische Entwicklungen und Lösungen
  • Initiieren und fachliches Begleiten von öffentlich geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und gemeinsamen Projekten von Universitäten, Forschungsinstituten und Industrie
  • Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten aus der betrieblichen Praxis und der industriellen Entwicklung einerseits und der akademischen und angewandten Forschung andererseits, Netzwerkbildung zwischen erfahrenen Expert*innen, Berufsanfänger*innen und Absolvent*innen

 

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